Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 29.11.2018


Reutte

Alter Linde mit Hightech auf den Zahn gefühlt

Im Auftrag der Gemeinde Höfen hat der Baumsachverständige Reiner Katzmaier eine Linde auf „Herz und Nieren“ überprüft.

© Bezirksforstinspektion ReutteDie Drehleiter der FW Reutte hievte Reiner Katzmaier hoch in die Baumkrone, wo er Bohrwiderstandsmessungen durchführte.



Höfen – Die unter Naturschutz stehende Linde direkt an der Lechtalstraße in Höfen ist knapp 300 Jahre alt. In einer Urkunde ist festgehalten, dass sie im Jahr 1727 gepflanzt wurde. Der imposante Baum hat mittlerweile eine Höhe von rund 33 Metern erreicht, der Umfang des Stammes liegt bei fast sieben Metern und dessen Durchmesser bei rund zwei Metern.

„Aus Sicherheitsgründen wurde bei dieser Linde einmal mehr eine gründliche Untersuchung durchgeführt“, informiert Bezirksforstinspektor Josef Walch. Im Auftrag der Gemeinde Höfen hat der Baumsachverständige Reiner Katzmaier die Linde auf „Herz und Nieren“ überprüft: Mittels eines Schallimpuls­tomographen wurde dabei die Festigkeit des Holzes im Stammbereich beurteilt. Da­rüber hinaus wurde die mächtige Baumkrone mit Hilfe der großen Drehleiter der Feuerwehr Reutte genau inspiziert. Gesucht wurde nach Anzeichen für Fäulnis, Pilzbefall, Verletzungen etc. An kritischen Stellen wurde die Festigkeit des Holzes auch über Bohrwiderstandsmessungen geprüft.

Die Festigkeit des Stammes ermittelte ein Schallimpulstomograph.
- Bezirksforstinspektion Reutte

„Das Gutachten fällt positiv aus. Die Linde weist einen guten Zustand auf, sodass sie erhalten werden kann. Kleinere Sanierungsmaßnahmen wie die Entfernung von Totästen, ein teilweiser Kronenrückschnitt und der Einbau einer Kronensicherung müssen aber aus Sicherheitsgründen im nächsten Frühjahr veranlasst werden“, berichtet Walch. (TT, fasi)

Die Drehleiter der FW Reutte hievte Reiner Katzmaier hoch in die Baumkrone (o.), wo er Bohrwiderstandsmessungen (u.) durchführte. Fotos: BFI
- Bezirksforstinspektion Reutte



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