Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.12.2018


Bezirk Landeck

Naturerlebnis mit hohem pädagogischen Wert

Netzwerk mit acht Naturparks und Besucherzentren im Dreiländereck erweist sich als gefragtes Bildungsangebot für die Schuljugend.

© PöllDer Wegweiser beim Galtürer Alpinarium zeigt das Netzwerk der Partnereinrichtungen im Dreiländereck.



Von Helmut Wenzel

Landeck – Raus aus dem Schulhaus und ab in die Natur, wo das Erlebnis winkt – in die Natura-Raetica-Region im Dreiländereck Italien-Österreich-Schweiz. Dort hat sich ein Netzwerk mit acht Naturparks und Besucherzentren formiert. In den Bezirken Landeck und Imst sind das der Naturpark Kaunergrat, der Naturpark Ötztal und das Alpinarium Galtür. Sie alle bieten ein breites pädagogisches Spektrum für die Schuljugend und interessierte Besucher an, wobei das Naturerlebnis im Mittelpunkt steht.

„Das vielfältige pädagogische Angebot stößt bei den Schulen auf steigende Nachfrage“, fasst Natura-Rae­tica-Koordinatorin Ulrike Totschnig zusammen. „Vor diesem Hintergrund haben wir Infobroschüren über die Schutzgebiete in der Dreiländerregion aufgelegt.“ Zudem gibt es den Natura-Raetica-Infopass, der als Ticket für den Besuch der Einrichtungen gilt. Unter den Infopass-Nutzern werden Geschenkpakete mit Köstlichkeiten aus der Terra-Raetica-Region verlost – kürzlich durften sich die Schüler der 2b-Klasse am Landecker Gymnasium über regionale Schmankerln freuen.

Naturpädagogik bleibt eine Daueraufgabe für die Netzwerker im Dreiländereck. „Zu diesem Zweck ist die Natura-Raetica-Akademie aus der Taufe gehoben worden“, schildert die Koordinatorin. „Mehr als 570 Teilnehmer haben das Angebot an Exkursionen, Führungen und Fachvorträgen bisher genutzt.“ Die Akademie diene dem Know-how-Austausch und der Fortbildung der Partnerinstitutionen, Tourismusfunktionäre und Schulen.

Finanziell unterstützt wird die Natura-Raetica-Initiative aus Interreg-Mitteln der EU. Gabriele Juen, Bereichsleiterin beim Landecker Regionalmanagement, erklärt: „Die Besucherzentren in den Schutzgebieten der Dreiländerregion sind wertvolle, innovative Bildungseinrichtungen. Wir freuen uns, wenn Schulen das Bildungsangebot nutzen.“ Übrigens machen seit Oktober zwei große Wegweiser auf das grenzüberschreitende Netzwerk aufmerksam: Einer befindet sich am Dach des Galtürer Alpinariums, der zweite beim Naturparkhaus Kaunergrat.

Die 2b-Klasse des Landecker Gymnasiums hatte mehrere Natura-Raetica-Einrichtungen besucht und ein Geschenkpaket gewonnen.
- Totschnig