Letztes Update am Do, 27.12.2018 15:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Italien

Ätna lässt die Erde beben: Video zeigt Ausmaß der Lavaströme

In der Nacht kam es rund um den Ätna erneut zu mehreren Erdstößen. 370 Menschen sind obdachlos. Die Küstenwache veröffentlichte ein Video einer Wärmebildkamera, das das Ausmaß der Lavaströme zeigt.

Der Ätna kommt nicht zur Ruhe. Über der Spitze des Vulkans war diese Woche eine schwarze Aschewolke zu sehen.

© imagoDer Ätna kommt nicht zur Ruhe. Über der Spitze des Vulkans war diese Woche eine schwarze Aschewolke zu sehen.



Catania — Nach dem Ausbruch des Vulkans Ätna ist es auch in der Nacht auf Donnerstag im Raum der sizilianischen Stadt Catania zu mehreren Erdstößen gekommen. Es handelte sich jedoch um leichtere Erdbeben. Das stärkste Beben, das am Donnerstag um 7.15 Uhr registriert wurde, hatte eine Stärke von 2,7 auf der Richterskala, berichtete das italienische Institut für Geologie und Vulkanologie (INGV).

28 Leichtverletzte und 370 Obdachlose ist die Bilanz einer Reihe von Erdstößen, die Sizilien über Weihnachten erschüttert haben. Am heftigsten war ein Beben der Stärke 4,8 in der Nacht auf Mittwoch. Zahlreiche Gebäude wurden schwer beschädigt. 1600 Aufforderungen nach einer Prüfung der Stabilität der Gebäude trafen beim Zivilschutz ein. Die Obdachlosen wurden in Hotels, sowie in Sporthallen und Schulen untergebracht.

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Inzwischen kommt der Ätna nicht zur Ruhe. Über der Spitze des Vulkans war am Donnerstag eine schwarze Aschewolke zu sehen. Die Lava-Eruption war jedoch geringer als in den vergangenen Tagen, stellten die Experten fest. Auf dem Flughafen von Catania gab es zunächst keine Einschränkungen.

Video verdeutlicht Ausmaß der Lavaströme

Die italienische Küstenwache hat ein Video einer Wärmebildkamera veröffentlicht, auf dem das Ausmaß der Lavaströme eindrucksvoll zu erkennen ist. Aus der Luft überwachen die Einsatzkräfte die Lage am höchsten aktiven Vulkan Europas.

Innenminister Matteo Salvini plant am Donnerstag einen Besuch in den vom Erdbeben betroffenen Gemeinden. Senatspräsidentin Maria Elisabetta Alberti Casellati forderte einen Sonderplan für italienische Gemeinden, die sich in erdbebengefährdeten Gebieten befinden. „Man darf nicht zulassen, dass weitere Tote beklagt werden", sagte Casellati. (APA, TT.com)