Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 13.02.2019


Bezirk Landeck

Hochwasser: Grünes Licht für Landecker Hengstbachl

Die Wildbach- und Lawinenverbauung setzt heuer die Maßnahmen am Hengstbachl um. Damit ist auch eine Erweiterung des Bauhofs möglich.

Der Hengstbach ist vor allem im Winter ein Rinnsal. Dass er auch anders kann, hat er am 24. Dezember bewiesen.

© ReichleDer Hengstbach ist vor allem im Winter ein Rinnsal. Dass er auch anders kann, hat er am 24. Dezember bewiesen.



Von Matthias Reichle

Landeck – Zuletzt trat das Hengstbachl am 24. Dezember 2018 über die Ufer. „Da hat es gezeigt, was es wirklich kann“, erinnert WLV-Gebietsbauleiter Daniel Kurz an das Hochwasser zu Heiligabend: „Es ist ein kleiner Bach mit großer Wirkung.“ Das Rinnsal hat in der Vergangenheit beim Bauhof der Stadt Land­eck, an dem es vorbeifließt, immer wieder Probleme gemacht. Bei starken Regenfällen überschwemmte es außerdem die Bahnunterführung am Buntweg. Damit war eine wichtige Zufahrt von Zams auf die Landecker Öd unterbrochen.

Heuer soll der Wildfang gezähmt werden – das Verbauungsprojekt hat grünes Licht, verkündete Landecks Bürgermeister Wolfgang Jörg bei der vergangenen Gemeinderatssitzung. Insgesamt 400.000 Euro werden die Maßnahmen dafür kosten.

Die Probleme beim Hengstbachl entstünden dort, wo es beim Bauhof verrohrt ist, erklärt Kurz. Ein Hochwasserrückhaltebecken auf den Galpeinswiesen oberhalb des Tramser Weihers soll künftig den Abfluss insgesamt so weit drosseln, dass der Bach in diesem Bereich nicht mehr übergeht. Der Grundablass gibt dann nur noch 0,45 Kubikmeter pro Sekunde ab. Eine Menge, die die Verrohrung aufnehmen kann. Somit sollen Hochwässer künftig ohne Schaden anzurichten abgeleitet werden. Zudem dürfte der Bach danach auch kein Geschiebe mehr transportieren.

Die rote Zone des Hengstbachls hat bislang einen Ausbau des Bauhofs verhindert. „Das ist ein positiver Nebeneffekt, durch die Maßnahmen könne die Zone zurückgenommen werden, eine Erweiterung sei damit möglich, so Kurz. Die Hauptarbeiten für die Verbauung dürften heuer abgeschlossen werden. Restarbeiten dann 2020.