Letztes Update am Do, 14.03.2019 10:10

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Niederlande

Tödliche Falle: Niederländische Kommunen verbieten Luftballons

Vor allem Seevögel sterben oft durch Reste von Luftballons. Knapp ein Fünftel der niederländischen Gemeinden erlaubt es nun nicht mehr, Ballons aufsteigen zu lassen.

Ballonteile landen im Meer – Tiere und Fische erstickten daran.

© dpaBallonteile landen im Meer – Tiere und Fische erstickten daran.



Amsterdam – Immer mehr niederländische Kommunen verbieten es, Luftballons aufsteigen zu lassen. In 17 Prozent der Gemeinden gibt es ein Ballonverbot, wie aus einer Untersuchung der Umweltorganisation De Noordzee hervorgeht. Ein Jahr zuvor waren es noch fünf Prozent. 20 Prozent der niederländischen Kommunen rieten zudem dringend davon ab, Luftballons bei Feiern steigen zu lassen.

Luftballons sind nach Angaben der Umweltschützer gefährlich für Meeressäugetiere, Vögel und Fische. Sie könnten an den Plastikresten ersticken. Außerdem trage der Abfall zur Verschmutzung der See und der Küsten bei.

Vor allem Seevögel werden einer Studie zufolge Opfer von Ballonresten: Forscher hatten festgestellt, dass bei 20 Prozent von tot gefundenen Seevögeln Plastikmüll oder Ballonreste die Todesursache waren.

Die Wahrscheinlichkeit, an Ballonteilen zu sterben, sei rund 32 Mal höher als bei härteren Plastikteilen, schrieben die Forscher im Fachmagazin Scientific Reports. (TT.com)