Letztes Update am Mo, 03.06.2019 13:18

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Osttirol

Außergewöhnlicher Gast in Osttirol: Erstmals Goldschakal nachgewiesen

Aus Südosteuropa breiten sich die Goldschakale langsam aus. In Österreich sind sie schon öfter aufgetaucht, Ende Mai nun auch erstmals im Osttiroler Pustertal.

Vom südosteuropäischen Raum aus breiten sich Goldschakale Richtung Westen aus. Nun wurde erstmals ein Goldschakal in Osttirol nachgewiesen. (Symbolfoto)

© Janez TarmanVom südosteuropäischen Raum aus breiten sich Goldschakale Richtung Westen aus. Nun wurde erstmals ein Goldschakal in Osttirol nachgewiesen. (Symbolfoto)



Lienz – Ein bisschen größer als ein Fuchs, in der Nacht aktiv und auf der Wanderschaft: Der Goldschakal stammt eigentlich aus Südosteuropa. Ende Mai wurde nun erstmals in Tirol ein „Canis aureus“ nachgewiesen – genauer im Osttiroler Pustertal. „Seit 1987 gibt es Nachweise von Goldschakalen in Österreich. Sie breiten sich vom südosteuropäischen Raum Richtung Westen aus. Der Goldschakal stellt keine Gefahr für Menschen dar“, erklärt Landesveterinärdirektor Josef Kössler.

Die etwa 10 bis 15 Kilo schweren Tiere jagen hauptsächlich kleine bis mittelgroße Säugetiere wie Mäuse oder Hasen – nur ganz selten auch größere Tiere. Auf dem Speisezettel des Goldschakals stehen auch Amphibien, Insekten, Kadaver und pflanzliche Nahrung.

Auch in Südtirol und in Kärnten wurden bereits Goldschakale nachgewiesen. Die Tiere mit einer Schulterhöhe von 44 bis 50 Zentimeter gehören zur Überfamilie der Hundeartigen. (TT.com)