Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.06.2019


Innsbruck

Freilaufender Hund ging auf der Nordkette auf Schafe los

Ein Tier musste notgeschlachtet werden. Der Besitzer befürchtet weitere Opfer.

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Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Ein freilaufender Hund löste am Sonntag einen Polizei- und MÜG-Einsatz auf der Nordkette bei Innsbruck aus. Der Husky machte Jagd auf eine Schafherde und fügte mindestens einem Tier schwere Bissverletzungen zu. „Wir mussten das trächtige Mutterschaf notschlachten“, schildert der Mühlauer Besitzer Franz Maurer. Sein Sohn Franz Maurer junior ergänzt: „Wir gehen aber davon aus, dass der Hund noch weitere Schafe erwischt hat.“ Die Husky-Besitzerin konnte noch am Sonntag ausgeforscht werden. Und zwar von Mitarbeitern der Mobilen Überwachungsgruppe (MÜG) des Stadtmagistrats, die den freilaufenden Hund schon von der Seilbahn aus beobachten konnten.

Die Frau war mit drei Hunden auf dem Weg zur Seegrube. Zwei Tiere führte sie an der Leine, den Husky ließ sie frei laufen. Irgendwo zwischen der Arzler Scharte und der Seegrube machte sich der Hund selbstständig und eröffnete die Jagd auf die Schafherde. Dabei erwischte er ein älteres trächtiges Muttertier: „Das Schaf dürfte sich dem Husky entgegengestellt haben“, vermutet Maurer jun. Mit bösen Folgen – der Hund griff an und biss dem Tier in die Schnauze. Die Verletzungen waren so schwer, dass „wir das Tier am Abend notschlachten mussten“, so der Besitzer: „Dabei haben wir auch festgestellt, dass das Schaf trächtig war.“ Den Schaden beziffert Maurer jun. mit etwa 700 bis 1000 Euro. Ob der Husky weitere Schafe attackiert hat, ist noch unklar. „Wir müssen nochmals die Gegend absuchen und die Schafe zählen, dann wissen wir mehr“, sagt Maurer jun.

Als die Hundebesitzerin die Seegrube erreichte, traf sie auf die MÜG-Mitarbeiter: „Sie hat zugegeben, dass ihr Hund die Schafe attackiert hat“, sagt MÜG-Chef Elmar Rizzoli. Eine Anzeige nach dem Landespolizeigesetz war die Folge: „Weil sie ihren Hund nicht ausreichend gesichert hat.“

Hundeattacken sind für die Maurers keine Seltenheit: „Es gibt Jahre, in den wir fünf, sechs Schafe wegen freilaufender Hunde verlieren. Manchmal haben wir auch Glück und überstehen ein Jahr ohne Verluste.

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