Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 14.06.2019


Innsbruck-Land

Waldrapp machte in Mühlbachl Station

Der Jungvogel, der eigentlich von der Toskana Richtung Bayern weiterfliegen sollte, schien den Zwischenstopp im Wipptal zu genießen.

© Helga HaasDer Jungvogel, der eigentlich von der Toskana Richtung Bayern weiterfliegen sollte, schien den Zwischenstopp im Wipptal zu genießen.



Über einen seltenen, nicht nur optisch außergewöhnlichen Gast durfte sich am Mittwoch Helga Haas aus Mühlbachl freuen: Plötzlich saß ein großer, pechschwarzer Vogel mit gebogenem Schnabel auf ihrem Balkon — ein Waldrapp. Das Tier trug eine Beringung samt Nummer und außerdem einen GPS-Sender am Rücken. Also rief Helga Haas im Innsbrucker Alpenzoo an — und erhielt dort die Telefonnummer einer Aufzuchtstelle in Niederösterreich. „Dort erzählte man mir, dass es ein Jungvogel sei, der handaufgezogen wurde — darum war er so zutraulich." Die Wipptalerin erfuhr auch, dass der Waldrapp zum Überwintern in der Toskana war und eigentlich nach Bayern weiterfliegen sollte. „Er sei nicht gefährlich, aber wenn nötig, sollte ich ihn sanft verscheuchen, damit er seinen Weg fortsetzt", erzählt Helga Haas. „Ich hab' mich dann auf den Balkon gesetzt und dieses wunderschöne Federvieh beobachtet." Gegen 16.30 Uhr verabschiedete sich der junge Ibis dann talauswärts. (md)


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