Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 17.06.2019


Bezirk Imst

Wieder eine Blühfläche für das Inntal

Sieben Inntalgemeinden haben im Rahmen des KEM-Projekts „Das Inntal summt“ insgesamt über 40 öffentliche Grünflächen zu Blühflächen für die Insektenwelt umgestaltet. So auch in Mieming.

Mit sichtlicher Freude pflanzten Teilnehmer die heimischen Blumen. In zweieinhalb Monaten wird hier ein Blütenparadies entstanden sein.

© Agnes DornMit sichtlicher Freude pflanzten Teilnehmer die heimischen Blumen. In zweieinhalb Monaten wird hier ein Blütenparadies entstanden sein.



Von Agnes Dorn

Mieming – Beim Workshop des Leaderprojekts „Das Inntal summt“ wurde eine weitere Blumenwiese in Mieming angelegt. Sieben Inntalgemeinden haben im Rahmen des KEM-Projekts „Das Inntal summt“ insgesamt über 40 öffentliche Grünflächen zu Blühflächen für die Insektenwelt umgestaltet. Unter der Leitung von Matthias Karadar vom Tiroler Bildungsforum fand außerdem ein Workshop statt, bei dem die Teilnehmer westlich der Raiffeisenbank in Mieming eine Blumenwiese anlegten, die dem Artensterben ein wenig Einhalt gebieten soll.

Oft könne schon mit einer Reduktion der Mahd auf zweimal jährlich die Artenvielfalt von allein angehoben werden, so Karadar. Zudem sei es sinnvoll, in die bestehende Wiese so genannte Initialpflanzen zu setzen, die sich schneller vermehren als beim Ausbringen von Saatgut. Samen sollten dagegen auf vorbereiteten Boden (möglichst einer ausgebrachten Schotterschicht mit samenfreiem Humus bzw. Hobelspänen) gesät werden, um ihnen für die erste Zeit den Konkurrenzkampf gegen die mächtigen Gräser zu ersparen. Beim Saatgut sei darauf zu achten, dass es von heimischen Pflanzen gewonnen wurde, da exotisches alljährlich ausgebracht werden muss und heimischen Insekten keine Nahrung bietet.

Je nach Witterung muss man rund zweieinhalb Monate Geduld beweisen, bis sich die ersten Blütenköpfe zeigen. Bei den bis Juni vorherrschenden Temperaturen sei es übrigens kein Wunder, dass die heuer im Frühjahr ausgebrachten Samen auf den öffentlichen Flächen nur zögerlich keimen. Der letzte Workshop des Projekts, der sich heimischen Gehölzen widmet, findet am 29. Juni ab 14 Uhr in Mötz vor dem Gemeindeamt statt.