Letztes Update am Mi, 19.06.2019 11:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Naturspektakel

Größte Blume der Welt: Titanenwurz erstmals in Österreich aufgeblüht

Der 2,4 Meter große Titanenwurz steht in einem Gewächshaus der Uni Salzburg seit gestern in voller Blüte – und kann dort bestaunt werden. Ihr Geruch ist jedoch weniger betörend.

Die Pflanze blüht zum ersten Mal in Österreich.

© APADie Pflanze blüht zum ersten Mal in Österreich.



Salzburg – Die größte Blume der Welt ist in der Stadt Salzburg voll erblüht. Der Titanenwurz, der auf der Insel Sumatra (Indonesien) heimisch ist, kann derzeit im Fassadengewächshaus in der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg bestaunt werden. Das seltene Gewächs ist rund 2,4 Meter groß und verströmt einen penetranten Aasgeruch. Die Pflanze blüht zum ersten Mal in Österreich.

Der Titanenwurz ist am Dienstag aufgeblüht. Gegen 13.00 Uhr begann sich das Hochblatt zu öffnen. Das Blütenspektakel dauert nur drei Tage. „Die Pflanze steht heute in voller Blüte. Der Höchststand der Blüte war gestern zwischen 22.00 und 23.00 Uhr. Der Blütenstand wird morgen zusammenbrechen“, erklärte am Mittwochvormittag Professor Stefan Dötterl vom Fachbereich Biowissenschaften und Leiter des Botanischen Gartens der Universität Salzburg im APA-Gespräch. Die Blume beginnt dann zu welken und der Kolben knickt um.

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- APA

Die spektakuläre Pflanze wird seit dem 21. Mai vom Botanischen Garten Salzburg kultiviert. Im April wog die Knolle 40 Kilogramm. Sie ist ein Geschenk aus dem Palmengarten Frankfurt und stammt von einer Pflanze aus Sumatra aus dem Jahr 1992 ab. 2006 wurde die Knolle von In-vitro-Kultur in Erdkultur verpflanzt. Im April 2016 wog sie bereits 12,8 Kilo. Am 4. Juni 2016 hatte sie ihre erste Blüte, der Blütenstand war 1,86 Meter hoch.

Der Titanenwurz wächst im Unterwuchs von Regenwäldern. Seit seiner Entdeckung im Jahr 1878 haben weltweit rund 130 Pflanzen in Botanischen Gärten geblüht. Wer die größte Blume der Welt in Salzburg sehen will, kann sie heute bis um 22.00 Uhr und morgen, Donnerstag, von 8.00 bis 15.00 Uhr in der Naturwissenschaftlichen Fakultät in Salzburg-Freisaal besichtigen. (APA)