Letztes Update am Mi, 03.07.2019 19:40

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Italien

Explosion im Vulkan Stromboli: Ein Toter, Touristen in Panik

Bei einer heftigen Explosion im Inneren des Vulkans Stromboli kam ein Sizilianer ums Leben, eine weitere Person wurde verletzt. Zahlreiche Touristen sprangen in Panik ins Meer, andere verschanzten sich in Wohnungen.

Twitter-Userin Fiona Carter nahm dieses Bild vom rauchenden Stromboli am Mittwoch von der Insel Panarea auf.

© APA/AFP/TwitterTwitter-Userin Fiona Carter nahm dieses Bild vom rauchenden Stromboli am Mittwoch von der Insel Panarea auf.



Rom – Nach einer Explosion des Vulkans Stromboli am Mittwoch ist ein Sizilianer ums Leben gekommen. Er befand sich auf einem Hang des Vulkans unweit der Spitze, als sich die Explosion ereignete. Eine weitere Person wurde verletzt, teilte die Feuerwehr nach Medienangaben mit.

Nach einer heftigen Explosion im Inneren des Vulkan wurden brennende Gesteinsbrocken ausgestoßen, die zum Schock der Touristen auf verschiedene Teile der Insel fielen und Brände auslösten. Einige verschreckte Urlauber sprangen angesichts des Feuerregens ins Wasser, andere verschanzten sich in ihren Wohnungen. Einige Touristen verließen an Bord von Schiffen die Vulkaninsel. Die Feuerwehr und Canadair-Flugzeuge waren im Einsatz, um die Brände zu löschen.

Eine Rauchwolke erhob sich über der Insel. „Die Hälfte der Insel ist wegen des Rauchs nicht zu sehen“, berichteten Zeugen auf der nahe gelegenen Insel Lipari.

Zugang zur Vulkan-Spitze schon länger verboten

Schäden wurden bisher nicht gemeldet. Der Zugang zur Spitze des Vulkans ist seit längerer Zeit verboten. Der Aufstieg ist nur noch bis zu einer Höhe von 400 Metern gestattet. Der Zivilschutz und das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie beobachten die Entwicklung, berichteten italienische Medien am Mittwoch.

Der Stromboli ist wie der Ätna auf Sizilien ständig aktiv. Die Vulkaninsel gehört zu den im Norden von Siziliens liegenden Liparischen Inseln. Im Dezember 2002 hatten bis zu zehn Meter hohe Wellen Stromboli und die Nachbarinseln teilweise überschwemmt. Mehrere Häuser wurden beschädigt, drei Männer verletzt, darunter ein deutscher Tourist. Auch 2007 und 2010 war der Vulkan ausgebrochen. (APA)