Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 11.07.2019


Tirol

Kein Lebenszeichen: Tiroler Bär hält derzeit seine Tatzen still

Mitte Juni wurde das Jungtier im Außerfern fotografiert.

© Land Tirol, privatMitte Juni wurde das Jungtier im Außerfern fotografiert.



Das letzte Lebenszeichen stammt aus der Nacht auf den 17. Juni. Damals tappte jener Bär, der wenige Tage zuvor im Pitztal für Aufregung sorgte, im Klausenwald bei Reutte in eine Fotofalle. Seitdem fehlt von dem Tier jede Spur. Weder in Tirol noch in der bayerischen Grenzregion hat es seine Spuren hinterlassen, sagt Martin Janovsky, Beauftragter für große Beutegreifer des Landes Tirol. „Wirklich überraschend ist das nicht. Der Bär scheint sehr scheu zu sein. Immerhin ist er auch unbemerkt vom Pitztal ins Außerfern gewandert."

Rückblick: Am 5. Juni wurden auf einer Weide in St. Leonhard im Pitztal drei Schafe gerissen. Wurden anfangs ein Wolf oder streunende Hunde als Übeltäter vermutet, bewies ein Bild, das am folgenden Morgen aufgenommen wurde, dass wohl ein Bär die Risse zu verantworten hatte. Knapp anderthalb Wochen später dann wurde das Tier im Außer­fern abgelichtet.

„Weder sind seitdem Schäden noch Sichtungen bekannt geworden oder gemeldet worden", berichtet Janovsky. Gesichert sei inzwischen, dass der Bär die Schafe im Pitztal getötet habe und dann Richtung Außerfern weitergezogen sei. „Das Ergebni­s der DNA-Tests steht zwar noch aus, aber sowohl das Rissbild als auch der Abgleich der Bilde­r lässt mit ziemlicher Sicherheit darauf schließen." Wo sich das Tier aktuell aufhalte, sei unbekannt. Grund zur Sorge bestehe nicht.

Anders sehen das die Bayern. Im Nachbarland herrschte helle Aufregung, nachdem die Bären-Meldung aus Tirol publik wurde. „Er steht schon an der bayerischen Grenze", titelte etwa der Münchner Merkur Ende Juni. Meist werden Parallelen zu Braunbär Bruno gezogen, der im Jahr 2006 die Grenzregion in Atem hielt und schließlich erschossen wurde. (bfk)




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