Letztes Update am Fr, 12.07.2019 14:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

Erinnerungen an „Katrina“: Notstand für Louisiana ausgerufen

Wieder steuert ein Tropensturm auf Louisiana zu. US-Präsident Donald Trump rief bereits den Notstand aus und folgte damit dem Gouverneur. Die Situation erinnert an 2005, als ein Hurrikan Verwüstungen anrichtete.

Dunkle Wolken brauen sich zusammen über der Saint Louis Kathedrale in New Orleans.

© AFPDunkle Wolken brauen sich zusammen über der Saint Louis Kathedrale in New Orleans.



New Orleans – Der Tropensturm „Barry“ über dem Golf von Mexiko hat Kurs auf die US-Küste genommen und könnte sich zu einem Hurrikan entwickeln. Der Sturm werde voraussichtlich „am späten Freitagabend oder Samstagfrüh“ Hurrikanstärke erreichen und im Laufe des Wochenendes auf die Küste von Louisiana treffen, teilte das US-Hurrikan-Zentrum (NHC) am Donnerstag mit.

Teile von New Orleans, das vor 14 Jahren von Hurrikan „Katrina“ schwer verwüstet worden war, standen bereits am Donnerstag nach heftigem Regen unter Wasser. Die Warnung der Behörden weckte Erinnerungen an den verheerenden Hurrikan „Katrina“ im Jahr 2005.

Das Heimatschutzministerium kündigte an, ausreisepflichtige Migranten in den Notstandsgebieten vorerst nicht festzunehmen. Damit wollte das Ministerium sicherstellen, dass Menschen in Not nicht zögern, Notunterkünfte aufzusuchen, weil sie Angst vor ihrer Abschiebung haben. Die landesweiten Razzien gegen Migranten ohne Ausweispapiere sollen an diesem Wochenende beginnen.

Ein Satellitenbild zeigt den herannahenden Wirbelsturm.
Ein Satellitenbild zeigt den herannahenden Wirbelsturm.
- NOAA/RAMMB

Gouverneur rief Notstand aus

Louisianas Gouverneur John Bel Edwards rief den Ausnahmezustand aus. Diesem Beispiel folgte US-Präsident Donal Trump. Dieser Schritt ermöglicht rasche Bundeshilfen. Für Teile der Vororte Jefferson und Plaquemines bei New Orleans wurde die Evakuierung angeordnet. Die Bürgermeisterin von New Orleans, LaToya Cantrell, rief die Einwohner im Onlinedienst Twitter auf, ihre Notfall-Vorräte zu überprüfen und sich über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Gegen 19 Uhr (MESZ) befand sich „Barry“ über dem Golf von Mexiko rund 150 Kilometer südöstlich der Mündung des Mississippi-Flusses entfernt und näherte sich mit einer Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometern der Küste. In einigen Gegenden könnten NHC zufolge bis zu 50 Zentimeter Regen fallen.

Anhaltender Regen sorgte in den tiefer liegenden Teilen New Orleans bereits für Überflutungen. In einigen Straßen standen die Bewohner bis zu den Waden im Wasser. Dem Energieversorger Entergy Louisiana zufolge waren mehr als 16.500 Haushalte Donnerstagfrüh ohne Strom.

2005 wurden 80 Prozent von New Orleans überflutet

Im August 2005 waren infolge des Hurrikans „Katrina“ 80 Prozent von New Orleans überflutet worden. In den Fluten kamen etwa 1800 Menschen ums Leben, Hunderttausende mussten ihre Wohnungen verlassen. Nach den Statistiken der US-Behörden war „Katrina“ mit einem Schaden von 150 Milliarden Dollar (132,92 Mrd. Euro) die kostspieligste Naturkatastrophe in der US-Geschichte. (APA, AFP)

Die Bewohner wappnen sich für neue Überflutungen.
Die Bewohner wappnen sich für neue Überflutungen.
- AFP

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