Letztes Update am Do, 22.08.2019 13:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lawinenschutz

Lawinenverbauung bei Innsbruck muss für 600.000 Euro saniert werden

Ein mächtige Lawine hatte nach heftigen Schneefällen massive Schäden hinterlassen. Bislang mussten bereits 5000 Festmeter Schadholz aufgearbeitet werden.

Schneeschäden aufgenommen am 10. März 2019 in  Richtung Arzler Alm.

© APA/ZEITUNGSFOTO.ATSchneeschäden aufgenommen am 10. März 2019 in Richtung Arzler Alm.



Innsbruck – Die heftigen Schneefälle im Jänner und die damit einhergehenden Schneemassen haben massive Schäden an den Lawinenverbauungen oberhalb Innsbrucks hinterlassen. Eine mächtige Lawine konnte von den Lawinen-Bremsverbauungen bei der Arzler Alm zwar abgefangen werden, das Bauwerk wurde dadurch aber schwer in Mitleidenschaft gezogen, weshalb es jetzt um rund 623.000 Euro saniert werden muss.

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Die große Wucht der Schneemassen und das mitgerissene Schadholz hatten massive Schäden an den Bremshöckern verursacht, teilte die Stadt Innsbruck am Donnerstag in einer Aussendung mit. Nach einer Begutachtung durch die Wildbach- und Lawinenverbauung sei man deshalb zu dem Schluss gekommen, dass eine unverzügliche Sanierung dringend notwendig sei.

5000 Festmeter Schadholz

Die Arzler-Alm-Lawine ist eine aus mehreren Anbruchgebieten bestehende Lawinenbahn, deren Auslauf das Siedlungsgebiet des Innsbrucker Stadtteils Mühlau gefährdet. Aufgrund der außerordentlichen Schneefälle im Jänner waren auf dem Lawinenstrich laut Stadt gewaltige Lawinen abgegangen. Diese beschädigten nicht nur die Lawinenverbauungen, sondern führten auch zu massiven Schäden am Schutzwald. Insgesamt seien bisher mehr als 5000 Festmeter Schadholz aufgearbeitet worden. Dies entspreche etwa der halben Menge, die ansonsten in üblichen Waldwirtschaftsjahren in Innsbruck genutzt wird, hieß es.

Die kalkulierten Gesamtkosten für die Sanierung der Lawinenverbauungen bei der Arzler Alm betragen voraussichtlich 623.000 Euro, hieß es. Der Stadtsenat stimmte der Übernahme des im Betreuungsdienst vorgeschriebenen und von der Stadt Innsbruck zu leistenden Interessentenbeitrags in Höhe von einem Drittel der Gesamtkosten, also 210.000 Euro, zu. (APA)