Letztes Update am Di, 22.10.2019 12:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Osttirol

Schafe in Osttirol wurden nachweislich von Wolf gerissen

Eine DNA-Analyse hat gezeigt, dass ein Wolf für zwei gerissene Schafe und zwei gerissene Lämmer in Matrei in Osttirol verantwortlich ist. Bei dem im Oktober in Außervillgraten gerissenen Schaf konnten Spuren eines Fuchses nachgewiesen werden.

(Symbolbild)

© pixabay(Symbolbild)



Lienz, Innsbruck – Zwei Schafe und zwei Lämmer wurden am 10. und 11. Oktober tot auf einer Weide in Matrei in Osttirol gefunden. Nun sei die DNA eines Wolfes nachgewiesen worden, erklärt Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer in einer Aussendung des Landes. Der Wolf soll aus einer italienischen Population stammen.

„Ob es Übereinstimmungen mit einem andernorts nachgewiesenen Individuum gibt, können wir derzeit nicht sagen. Hier werden noch weitere Untersuchungen durchgeführt“, so Janovsky. Auch die Frage, wo sich der Wolf derzeit aufhalte, könne nicht beantwortet werden.

Auch im Falle eines Anfang Oktober gerissenen Schafes in Außervillgraten (Bezirk Lienz) wurde von der Veterinärmedizinischen Universität Wien eine genetische Untersuchung durchgeführt. „Aufgrund des Rissbildes, das auf einen großen Beutegreifer oder Caniden (u.a. Wölfe, Schakale, Anm.) hingewiesen hat, ist in diesem Fall von einer Nachnutzung durch einen Fuchs auszugehen“, sagte Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer. Welches Tier den Riss verursacht hatte, bleibe aber offen.

Die Empfehlung des Landes an die Tierhalter des Iseltales und der Seitentäler bleibt aufrecht: Tierhalter deren Tiere sich noch auf den Weiden befinden, werden aufgefordert, verstärkt nach ihren Tieren zu schauen und insbesondere Schafe, Ziegen und Jungtieren am Abend in den Stall zu bringen.

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Bezirkshauptfrau Olga Reisner sagte, dass es seit den Vorfällen in Matrei „keine weiteren Vorkommnisse oder konkrete Hinweise auf einen großen Beutegreifer“ mehr gegeben habe. Jene Tierhalter, deren Tiere gerissen wurden, erhalten eine Entschädigungszahlung. (TT.com)