Letztes Update am Mi, 30.10.2019 15:40

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Polen

Polnischer Zoo kämpft um das Leben von Tigern

Die neun Raubkatzen, die vergangenen Samstag an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland entdeckt wurden, befinden sich laut den Tierärzten in einem katastrophalen Zustand.

(Symbolfoto)

© AFP(Symbolfoto)



Warschau – Tierärzte eines Zoos in Posen kämpfen um das Leben von neun Raubkatzen, die seit Tagen in einem Transporter an der Grenze zu Weißrussland festhängen. „Die Tiere sind in einem katastrophalen Zustand, wir wissen nicht, ob es uns überhaupt gelingt, sie zu retten“, sagte Zoosprecherin Malgorzata Chodyla am Mittwoch.

Die Tiger seien durstig und ausgehungert, mehrere von ihnen seien in engen Holzboxen ohne Gitterstäbe eingepfercht. Ein zehntes Tier sei bereits an Darmkomplikationen verendet. Eine Obduktion habe ergeben, dass die Tiger unterwegs offenbar nur mit für sie unverträglichem Hühnerfleisch gefüttert wurden, sagte die Zoosprecherin. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Tierquälerei.

Tiere laut Medien für Zirkus bestimmt

Laut Transportdokumenten war der Lastwagen mit den Tigern von Italien aus in die Nordkaukasusrepublik Dagestan in Russland unterwegs. Medienberichten zufolge waren die Tiere für einen Zirkus bestimmt. Am Samstag war der Transport an der polnisch-weißrussischen Grenze gestoppt worden, da die für Weißrussland nötigen veterinärmedizinischen Papiere fehlten.

Die Experten des Zoos im 500 Kilometer entfernten Posen wurden kontaktiert, weil sie viel Erfahrung mit der Rettung von Wildtieren haben. Sie hofften nun, dass sie die angeschlagenen Tiere noch am Mittwoch nach Posen bringen können. Sollte es gelingen, sie zu retten, sollen sie zu einem späteren Zeitpunkt in ein Tierasyl in Spanien gebracht werden. (APA/AFP)

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