Letztes Update am Di, 01.05.2012 15:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Natur

Großalarm in Innsbruck: Stadl bei Kranebitterhof abgebrannt

Dichter Rauch über dem Westen Innsbrucks: Ein Stadl beim Kranebitterhof wurde Freitagfrüh ein Raub der Flammen.

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Innsbruck - Der Stadl beim bekannten Hotel Kranebitterhof in Innsbruck ist Freitagfrüh bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Das Gebäude wurde vor allem für Veranstaltungen genutzt. In dem darunterliegenden Stall waren zahlreiche Tiere untergebracht. Alle konnten dank des selbstlosen Einsatzes Anwesender ins Freie gebracht werden.

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Der Brand war gegen 7 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache ausgebrochen. Ein Übergreifen der Flammen auf das Hauptgebäude konnte die Feuerwehr verhindern. Der Stadl ist mittlerweile in sich zusammengebrochen.

„Ich dachte da bruzzelt etwas“

„Etwas hatte mich geweckt. Ich dachte da bruzzelt etwas“, schildert Richard Schaller die tragischen Momente heute Früh beim Kranebitterhof. Der Koch des Gasthofs wohnt auf dem Areal, unmittelbar an jenem Stadl, der in den Morgenstunden Feuer gefangen hatte. „Ich bin dann barfuß raus.“ Binnen 15 Minuten sei das Gebäude in Vollbrand gestanden, so der Koch: „Das wäre nie im Leben zu Löschen gewesen.“ Auch Köchin Maria Lindner bekam die Katastrophe hautnah mit. „Wir waren gerade beim Aufstehen, weil meine Tochter zur Schule musste.“

Noch während die Feuerwehren letzte Glutnester zu löschen versuchten, gab es im Hauptgebäude des Kranebitterhofs eine Lagebesprechung mit Polizei, Brandermittler, Feuerwehr und dem Chef des Kranebitterhofs, Josef Nocker. „Der Dachstuhl dürfte als erstes gebrannt haben“, sagt Polizei-Brandermittler Thomas Ebenbichler. Personen wurden nicht verletzt.

Brandursache unklar

Die Brandursache sei noch völlig unklar, so Ebenbichler: „Ermittelt wird in alle Richtungen.“ Auch über die Höhe des Schadens könne derzeit nur spekuliert werden, heißt es.

„Kurz vor sieben Uhr habe ich einen Anruf bekommen“, sagte ein sichtlich unter Schock stehender Nocker in einer ersten Reaktion. Schon seit einigen Wochen habe es in dem Stadl keine Veranstaltungen mehr gegeben.

Straßensperre und Staus

Während des Feuerwehreinsatzes musste die nahe gelegene Tirolerstraße zwischen Kranebitten und Zirl gesperrt werden. Auf der Inntalautobahn bildete sich ein kilometerlanger Stau. (TT)




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