Letztes Update am Fr, 07.12.2012 16:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nachlese zur Blockade

Protest gegen dicke Luft: Transitgegner blockierten stundenlang die A12

Das Transitforum rief am Freitag zur Versammlung auf die Autobahn bei Vomp, um für eine bessere Luft zu demonstrieren. Dadurch war die A12 bei Schwaz in beiden Richtungen bis 23 Uhr gesperrt. Kilometerlange Staus waren die Folge.

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Vomp - Ab 11 Uhr ging auf der Inntalautobahn bei Vomp am Freitag in beiden Fahrtrichtungen nichts mehr, außer Fußball spielen, Bluatschink hören, diskutieren und protestieren. Das Transitforum rief zur Versammlung auf die Autobahn. „Es geht um das Recht auf Gesundheit und auf eine bessere Luft“, meinte Obmann Fritz Gurgiser. Letztes Jahr wurden die Grenzwerte für Stickoxid fallweise in Kundl um 77 Prozent, in Vomp um 120 Prozent und in Gärberbach um 70 Prozent überschritten.

Die A12 war bis 23 Uhr zwischen Vomp und Schwaz in beide Richtungen gesperrt. Kilometerlange Staus auf der Autobahn und auf den Umfahrungsstraßen haben sich gebildet. Während Autos umgeleitet wurden bzw. ab 23 Uhr wieder die A12 passieren dürfen, müssen Lkw die Versammlung und das Nachtfahrverbot (bis 5.00 Uhr früh) abwarten.

TT.com berichtete in einem Live-Ticker von der Blockade und lieferte dazu - in Zusammenarbeit mit Life-Radio und der Facebook-Gemeinde - aktuelle Verkehrsinfos. Die Geschnisse des Tages zum Nachlesen:

23.10 Uhr: Hiermit beenden wir unseren Live-Ticker für heute. Mehr zum Thema finden Sie in der Samstagausgabe der Tiroler Tageszeitung.

23.00 Uhr: Pünktlich um 23.00 Uhr beendet Gurgiser die Autobahn-Blockade. Die Inntalautobahn ist wieder in beide Richtungen befahrbar.

22.21 Uhr: Susi Danzl auf Facebook: „Vomp ein einziges Autolichtermeer...“

21.45 Uhr: Meinhart Stemberger hat angeblich einen guten Ausweichtipp: „Von Hall über Baumkirchen, Fritzens, Terfens (über Weislahn) und Pill, dann weiter über Pillberg/Niederberg, Richtung Arzberstraße und dann durch das Stadtgebiet von Schwaz, aber nicht über die Bundesstraße. Geht sehr gut, fast frei.“

21.25 Uhr: In den Niederlanden scheinen sie von der Blockade nichts gewusst zu haben. Wie eine Niederländerin auf Facebook schreibt, mussten sie auf dem Weg von Innsbruck nach Fügen fünf Stunden im Stau warten. Für eine Schwangere sei dies nicht sehr „lustig“. „Wir wollen uns bei der örtlichen Polizei bedanken, die mich mit dem Motorrad zur nächsten Sanitäranlage gefahren hat“, schreibt die Frau. Außerdem sei dies eine „dumme Aktion“ und halte sie davon ab, wieder nach Österreich zu reisen.

Des weiteren meint sie: „Die Luft in Tirol ist nicht schlecht. Kommt nach Holland, da habt ihr schlechte Luft.“

20.54 Uhr: Markus Mitterdorfer hat die Strecke Salzburg - Innsbruck heute in einer neuen persönlichen Rekordzeit von 7 Stunden 40 Minuten zurückgelegt. „Vielen Dank Gurgiser & Co“, postet er auf Facebook.

20.30 Uhr: Laut Autobahnpolizei beträgt der Stau von der Anfahrt Schwaz Richtung Innsbruck etwa sechs Kilometer. Von Innsbruck kommend hat der Stau sieben Kilometer Länge.

20.16 Uhr: Fritz Gurgiser zieht positive Zwischenbilanz: „Die Veranstaltung verlief bisher sehr zufriedenstellend.“ Seiner Schätzung nach sind derzeit noch 400 bis 500 Personen anwesend. Angesprochen auf die vielen Kritiken, dass die Blockade vor allem die tiroler Bevölkerung trifft, sagt Gurgiser, dass er die Aufregung „seltsam“ finde, da die Leute seit vier Wochen Bescheid wissen müssten, dass es heute die Autobahn-Blockade geben wird. „Jeder sollte dankbar sein, dass es noch Menschen gibt, die Zivilcourage zeigen“, fügte er noch hinzu.

20.05 Uhr: Uwe Kelderbacher postet: „Geschätzte 40 Autos sind uns am Radweg an der Bahn zwischen Pill und Terfens entgegengekommen. Ich hab‘s kaum fassen können.“

19.53 Uhr: „Mein Mann arbeitet in Innsbruck und Umgebung als Alsphaltierer und Gott weiß wann der heut heimkommt“, sagt Petra Weber auf Facebook. „Er teilt mit 5 anderen einen Firmenbus!!! Wir wohnen an der Loferer Bundesstrasse“, wo Weber weiter.

19.45 Uhr: Ein weiteres Beschwerde-Posting von Simone Prugger: „2 stunden für 2 km... danke des bringts volle“

19.18 Uhr: Die Google-Map mit aktivierter Verkehrsanzeige zeigt derzeit auf der Tiroler Straße (171) nur eines in Raum Schwaz bis Weer: Stau, langsamer Verkehr und dann wieder Stau. Die Daten kommen zwar nicht ganz in Echtzeit, trotzdem erhält man ein bisschen einen Eindruck davon, was derzeit rund um die Blockade und darüber hinaus auf Tirols Straßen los ist. Und ungehaltene User, die sich übrigens auf unserer Facebook-Seite ( www.facebook.com/TirolerTageszeitung ) zuhauf gemeldet haben, können vom „los sein“ ein trauriges Lied singen. Tipp: Ein Blick auf http://maps.google.com lohnt sich, nach Schwaz zoomen und dann die Verkehrsanzeige aktivieren.

19.05 Uhr: Facebook-User Robert Luttinger glaubt, daß man ohne Demonstrationen in Österreich nicht weiter kommt. „Wir sind nur alle zu Faul etwas zu bewegen, wenn dann jemand was macht heißt es gleich ‚die Idioten‘, aber was hat das heute bewirkt? In der ganzen EU wurde über das heute berichtet, wenn wir nichts tun spricht kein Mensch davon! Gute Idee, hoffentlich wird es was bewegen!“

19.02 Uhr: Interessanter Vorschlag von Facebook-User Oliver Crepaz: „Die A12 gehört dreispurig ausgebaut, weiters eine Verbindung durch das Zillertal nach Italien und eine zusätzliche Querung des Inntals über das Außerfern mit Tunnels und so. Dann würde sich in den einzelnen Regionen der Verkehr dritteln! Aber über den Tellerrand hat in Tirol noch nie einer hinausschauen können....“

18.31 Uhr: Eine Userin postet auf der Facebook-Seite der TT Online, dass sie drei Stunden von der Kinderklinik in Innsbruck nach Hause nach Buch gebraucht hat. „Machts eure Blockade in Kiefersfelden und am Brenner“, fordert die aufgebrachte Userin.

17.30 Uhr: Kein Ende des Mega-Staus. Der Stau in Richtung Kufstein reicht von der Abfahrt Vomp fast bis nach Hall zurück und hat eine Länge von rund 10 Kilometer erreicht. Auch in der Gegenrichtung staut es sich weiterhin zwischen Schwaz und Jenbach. Durch das Ortsgebiet von Vomp gibt es zwei Kilometer Stau, durch Schwaz muss man mit einem Zeitverlust von einer Stunde rechnen.

Einige der staugestressten Autofahrer trauten dann am Nachmittag zudem am Umleitungsweg bei Schwaz ihren Augen nicht, als sich auch noch Kühe von einer Alm auf die Tiroler Straße B171 „verirrten“. Der angemeldete Almabtrieb sorgte für Staunen. Die Tiere wurden kurzerhand durch Autolücken im ohnehin lediglich im Schritttempo fortkommenden Verkehr getrieben. „Es gab deshalb keine zusätzlichen Behinderungen“, versicherte der Schwazer Bezirkshauptmann Karl Mark. Der Verkehr würde ohnehin nur im „Stop-and-Go-Tempo“ vorangehen. Das Übersetzen der Kühe habe nur einige Minuten in Anspruch genommen.

17.15 Uhr: Etwa 1000 Menschen sind bisher laut Polizei zu der Bürgerversammlung auf die Autobahn gekommen, am Abend dürften noch einige dazukommen. Transitforum-Chef Fritz Gurgiser ist mit dem Verlauf der Veranstaltung bisher zufrieden. Er glaubt, dass die Blockade frischen Wind in die Tiroler Transitdebatte bringen kann. Zum Schutz der Gesundheit müssten Autofahrer zumindest einmal im Jahr kilometerlange Staus in Kauf nehmen, so Gurgiser.

Der Höhepunkt der „Bürgerversammlung“ ist für den Abend geplant, bei dem Gurgiser erneut über weitere Aktionen der Transitgegner informieren will. „A Ruh is“ oder „Gesundheit statt Lkw“ steht auf Transparenten zu lesen, die Transitgegner an der Lärmschutzwand aufgehängt hatten. Kinder „verewigten“ sich mit bunten Malereien auf der Autobahn, auf der heute sogar Biertische zu sehen waren. Sogar als Fußballfeld musste die A12 herhalten: Volksschüler aus Vomp und Schwaz improvisierten ein Match. Den Ehrenanstoß vollzog der Transitforum-Chef persönlich.

16.35 Uhr: Stau ohne Ende und noch keine Besserung in Sicht: Für viele Autofahrer wird es eine äußerst mühsame Fahrt ins Wochenende. Von Wattens bis Vomp stehen auf der Inntalautobahn weiterhin Autos an Autos. In der Gegenrichtung reicht der Stau von Schwaz bereits rund fünf Kilometer bis Jenbach zurück. Wartezeiten bis zu 2,5 Stunden muss man in Kauf nehmen. Auch die Ausweichstrecken - der B171 Tiroler Straße und der Vomperbacher Landesstraße - sind komplett überlastet.

15.30 Uhr: Weitere Reaktionen zur Blockade: Die Bundeswirtschaftskammer übt scharfe Kritik an der Veranstaltung. Die Blockade sei „aus Sicht der Wirtschaft nicht nur unverhältnismäßig, sondern verfehlt auch ihr Ziel“, meinte Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr. Der Anteil der Lastkraftwagen auf den Autobahnen sinke. Steigend seien hingegen die Fahrten mit dem Pkw. So habe sich der Anteil der Pkw, die den Brenner passieren, von 78,6 Prozent im Jahr 2008 auf 81,7 Prozent im ersten Halbjahr 2012 erhöht, zwischenzeitlich habe der Anteil sogar mehr als 82 Prozent erreicht. Viele Unternehmen der Verkehrsbranche seien innovativ und beschäftigten sich mit alternativen Antrieben und Treibstoffen für schwere Nutzfahrzeuge, meinte Klacska.

Der Umweltdachverband verlangte für die Alpenbewohner „faire Mauten, Lkw-Fahrverbote und andere Schutzmaßnahmen an der Gesamtroute im Rahmengebiet der Alpenkonvention von Rosenheim bis Verona“. Die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser, kritisierte ein Versagen der Verantwortlichen in der Landes- und in der Bundesregierung. Zudem fehle auch ein Jahr nach der Aufhebung des sektoralen Lkw-Fahrverbots durch den EuGH noch eine Ersatzregelung mit Tempolimits und treffsicher formuliertem Lkw-Fahrverbot.

14.55 Uhr: Transitforum-Chef Fritz Gurgiser spricht zu den - laut BH rund 300 bis 400 - Teilnehmern und nennt sie „Mutbürger“. Es sei wichtig, einen Beitrag zum Widerstand zu leisten. Wenn es notwendig ist, “treff ma uns da wieder“, kündigte Gurgiser an. Nach seiner Ansprache packte er die Gitarre aus und begleitete „Bluatschink“.

14.50 Uhr: Nichts Neues in Sachen Stau: In beiden Fahrtrichtungen auf der A12 sowie auf den Ausweichrouten werden die Autofahrer auf die Geduldsprobe gestellt. Richtung Kufstein vor der Ausfahrt Vomp gibt es vier Kilometer Stau und rund eine Stunde Zeitverlust. In der Gegenrichtung geht der Stau von Schwaz rund drei Kilometer bis Jenbach zurück, hier muss man ebenfalls mit einem Zeitverlust von einer Stunde rechnen. Auch auf den Ausweichstrecken - der B171 Tiroler Straße und der Vomperbacher Landesstraße - kommt man wie in den Ortsgebieten von Vomp und Schwaz nur sehr langsam voran.

14.30 Uhr: Die Polizei steht wegen der Blockade heute allein für die Verkehrsregelung mit rund 100 Beamten im Einsatz: „50 Einsatzkräfte sind mit den Verkehrsableitungen und dem Auffädeln der Lkws auf der Inntalautobahn beschäftigt und weitere 50 im Bereich der Umleitungsstrecken“, erklärt Verkehrspolizeichef Markus Widmann.

14.00 Uhr: Während die Autofahrer im Stau stehen müssen, gibt es mit Lkws bisher kaum Probleme. „Wie es derzeit aussieht, scheint der Schwerverkehr Tirol großräumig zu umfahren. Offenbar wollen nur wenige am Pannenstreifen aufgefädelt werden und bis nach dem Protest und dem IG-Luft-Nachfahrverbot auf die Weiterfahrt warten“, skizziert der Schwazer Bezirkshauptmann Karl Mark die Lage.

13.50 Uhr: Auf der Protestveranstaltung selbst ist noch relativ wenig los. Knapp 150 Personen haben sich bisher eingefunden. Kinder spielen auf der leeren Fahrbahn. Ebenfalls beliebt: Radfahren und Federballspielen. Organisator Fritz Gurgiser hetzt unterdessen von einem Interview zum anderen.

13.40 Uhr: Update zur Verkehrssituation: Die Autobahnblockade sorgt weiterhin für lange Staus auf der A12 vor den Ausweichabfahrten in Vomp und Schwaz. Richtung Kufstein gibt es vor der Ausfahrt Vomp etwa fünf Kilometer Stau, hier steht man etwa eine Stunde. In der Gegenrichtung staut es bis Jenbach zurück, hier braucht man rund 40 Minuten länger. Dadurch steht der Verkehr auch auf den Ausweichstrecken.

13.30 Uhr: Transitforum-Chef Fritz Gurgiser forderte zu Beginn der Veranstaltung erneut die Wiedereinführung des vom EuGH aufgehobenen sektoralen Lkw-Fahrverbotes. „Das Inntal ist seit zehn Jahren Luftsanierungsgebiet und jetzt werden an Messstellen etwa in Vomp die Stickstoffoxidwerte um 120 Prozent überschritten“, sagte Gurgiser. Es brauche ein Bündel an Maßnahmen, auch ständige Tempolimits für alle Fahrzeuge. Außerdem müsse der Transitverkehr zwischen Rosenheim und Verona gleich teuer wie in der Schweiz werden.

Die Wiedereinführung des „Sektoralen Fahrverbotes“ etwa für Müll oder Schrott sei vom Land noch vor dem Sommer avisiert worden „und passiert ist nichts“, kritisierte Gurgiser. Ein „Mindestmaß“ an Schutz vor Lärm und Schadstoffen sei unumgänglich.

13.10 Uhr: Weiterhin ist die Geduld der Autofahrer gefragt. Derzeit gibt es auf der A12 Richtung Kufstein etwa fünf Kilometer Stau bis zur Ausfahrt Vomp und etwa eine Stunde Zeitverlust. In der Gegenrichtung geht der Stau bis Jenbach zurück, hier dauert es gut 40 Minuten länger. Die Ausweichstrecken - die B171 Tiroler Straße und die Vomperbacher Landesstraße - sind komplett überlastet. Selbst auf Schleichwegen „irren“ laut Augenzeugen „Touristen durch die Gegend“.

13.05 Uhr: Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer meldete sich zur heutigen Autobahnblockade zu Wort. „Das Recht auf Demonstrationen ist unbeschränkbar, genauso wie das Recht auf Untersuchungsausschüsse. Als Demokrat kann man da nicht dagegen sein. Allerdings muss ich schon sagen, dass LKWs in den letzten Jahren zum Buhmann der Nation stilisiert wurden. Was mich beim Nachtfahrverbot wahnsinnig ärgert, ist, dass nur noch Euro-10-Lkws zugelassen sind, Euro 5 dafür nicht mehr. Obwohl sich der Schadstoffausstoß nicht unterscheidet. Wir tun uns mit den Blockaden nichts Gutes. Transit gibt es schließlich in anderen Ländern auch“, meint Bodenseer.

12.55 Uhr: Die Lage auf der A12 in Richtung Kufstein hat sich etwas entspannt. Der Stau verkürzte sich von acht auf vier Kilometer. Zeitverlust rund 30 Minuten. Die Ausweichstrecken - die B171 Tiroler Straße und die Vomperbacher Landesstraße sind weiterhin komplett überlastet.

12.45 Uhr: Info für alle Kundgebungsteilnehmer: Es besteht die Möglichkeit, über die Vomper Straße und den Schützenweg zu Fuß zum Versammlungsgelände auf der Autobahn zu gelangen.

12.35 Uhr: Der Stau auf der A12 vor den Abfahrten in Vomp und Schwaz wird immer länger. Richtung Kufstein gibt es acht Kilometer Stau und bereits 50 Minuten Zeitverlust. Von Kufstein kommend Richtung Innsbruck geht der Stau bis Jenbach zurück. Zeitverlust ca. 25 Minuten. Auch die Ausweichstrecken - die B171 Tiroler Straße und die Vomperbacher Landesstraße sind komplett überlastet – hier kommt es zu Wartezeiten zwischen 10 und 15 Minuten.

12.05 Uhr: Vor den Ableitungen in Schwaz und Vomp haben sich auf der A12 teilweise kilometerlange Staus gebildet. Zeitverlust von Innsbruck Richtung Kufstein bis zu 40 Minuten, Tendenz steigend. Von Kufstein Richtung Innsbruck staut es sich ab Jenbach. Zeitverlust ca. 15 Minuten. Auch die Ausweichstrecken B171 Tiroler Straße und die Vomperbacher Landesstraße sind komplett „zu“.

11.25 Uhr: „Es ist angenehm ruhig auf der Autobahn, auch Demo-Teilnehmer sind noch nicht viele hier“, berichtet TT.com-Reporterin Silvana Resch vor Ort von der Blockade. Eine Handvoll Radfahrer und Inline-Skater nützt die Gelegenheit, um sich einmal auf der Autobahn „auszutoben“. Derzeit laufen auch noch die Aufbauarbeiten für die Bühne.

11.00 Uhr: Die Autobahnblockade hat begonnen, die A12 bleibt zwischen Vomp und Schwaz bis 23 Uhr gesperrt. Die Verkehrssituationen war bisher auf allen Tiroler Straßen ruhig.

Hier noch einmal ein Überblick zu den Umleitungsstrecken: In Fahrtrichtung Osten erfolgt die Ableitung des Pkw-Verkehrs von der A12 über die Ausfahrt Vomp zur L 389 Vomperbachstraße bis nach Pill. Von dort geht es weiter über die B171 Tiroler Straße nach Schwaz bis zur dortigen Autobahnauffahrt und Wiedereinbindung in die A12.

In Fahrtrichtung Westen erfolgt die Ableitung über die Ausfahrt Schwaz zum Kreisverkehr in Schwaz. Von dort geht es weiter über die B171 nach Pill und über die L389 Vomperbachstraße bis zur dortigen Autobahnauffahrt und Wiedereinbindung in die A12.

10.45 Uhr: Kurz vor Beginn der Autobahnblockade haben Fritz Gurgiser Ex-Parteifreunde von der Liste Fritz zu einer Pressekonferenz mit dem Titel „Ja zu Bürgerprotest gegen gescheiterte Verkehrspolitik, es geht um Leib und Leben!“ geladen. Das Bürgerforum unterstützt den Protest, da die die Verkehrs- und Lärmbelastung sowie die Luftverschmutzung in Tirol Jahr für Jahr zunehme. „Ein Gesamtkonzept, um diesen Problemen Herr zu werden, gibt es nicht, der Platter-Regierung fehlt die Solidarität mit ihren Bürgern. Das Maß ist voll, es ist die Notbremse zu ziehen“, stellen Fritz Dinkhauser und Klubobmann Bernhard Ernst fest.

Sie fordern unter anderem eine Angleichung der Mautgebühren an die anderer Alpenübergänge, ein Verbot von Leer-Transitfahrten, Nachtfahrverbote und mehr Lärmschutz sowie eine Verbesserung des Schienen-Güterverkehrs.

10.36 Uhr: Eine Info für alle Bahnfahrer: In Wien ist heute früh ein Schnellzug entgleist. Deshalb kann es für alle Züge die aus Wien kommen und Richtung Tirol/Voralberg/Schweiz fahren, zu Verzögerungen kommen. Bei dem Zwischenfall des Intercity-Zugs hat es übrigens keine Verletzten gegeben.

10.22 Uhr: Mit 20 Mann unterstützt die Asfinag die Einsatzkräfte. Mit Warnleitanhängern und Absperrungen sollen gerade die Ableitungen bei Vomp und Schwaz sowie die Blockanhaltungen der Lkw sicher gestalten werden. Die Kunden hätten ein „Anrecht auf ungehinderten Verkehr“, so die Asfinag. Die Autobahngesellschaft betont dabei, dass sie der Bürgerversammlung sehr kritisch gegenübersteht.

Auch die Blaulichtorganisationen im Bezirk Schwaz sind für die Autobahnsperre gerüstet: Die Freiwillige Feuerwehr Vomp und das Rote Kreuz Schwaz sind vor Ort im Einsatz.

10.10 Uhr: Noch geht es auf der Autobahn zügig voran. Gegen 11 Uhr wird die Polizei beginnen, den Verkehr zu verlangsamen und die Autos auf die Bundesstraße abzuleiten.

9.57 Uhr: Behördeneinsatzleiter am heutigen Tag ist der Schwazer Bezirkshauptmann Karl Mark. Er informierte in einer Aussendung nochmals über die Umleitungsstrecken. „Es gibt zwei neuralgische Punkte – und zwar bei der Einbindung der L389 Vomperbachstraße in die B171 Tiroler Straße in Pill sowie bei der Autobahn-Ein- und Ausfahrt Vomp, wo sich der Verkehr Richtung Osten und Westen kreuzt. Zudem gibt es für Lkw über 7,5 Tonnen ein Fahrverbot auf der B171 zwischen Schwaz und Pill.“ Die Ökombi bedient als „rollende Landstraße“ die Strecke zwischen Wörgl und dem Brenner.

9.45 Uhr: Die ÖBB stellen den heutigen Transit-Protesttag unter das Motto „S-Bahn statt Autobahn“. Auf der Strecke Innsbruck – Schwaz seien über 80 Nahverkehrszüge (S-Bahn und REX-Züge) im Angebot. Im Fernverkehr von und nach Wien haben die ÖBB bis 20 Uhr von Innsbruck nach Wien einen Stundentakt und insgesamt 30 Verbindungen anzubieten.

9.35 Uhr: Markus Widmann, Chef der Verkehrspolizei, weist auf die nicht vorhandene Umleitungsmöglichkeit für Lkw hin: „Für Lkw besteht keine Umleitungsmöglichkeit. Sie werden daher in beiden Fahrtrichtungen ab Schwaz bzw. ab Vomp am Pannenstreifen aufgefädelt oder auf Parkplätzen abgestellt. Deshalb sollten Schwerfahrzeuge an diesem Tag Tirol großräumig umfahren.“




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