Letztes Update am Di, 04.06.2013 10:04

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Natur

Handys sind an Zapfsäulen tabu

Telefonverbot direkt an den Tankstellen wird in Tirol wieder häufiger kontrolliert.



Von Katharina Zierl

Innsbruck – Schnell ein Telefonat führen, während das Auto betankt wird? Was vielen durchaus als sinnvoller Zeitvertreib erscheint, ist eigentlich verboten. Eigene Schilder weisen auf den Zapfsäulen auf das Handy-Verbot hin. In Tirol wurde in letzter Zeit wieder häufiger kontrolliert. „Immer wieder weisen die Konzerne ihre Mitarbeiter darauf hin, die Kunden vom Telefonieren nahe der Zapfsäule abzuhalten“, bestätigt Rebecca Kirchbaumer, Obfrau der Tiroler Tankstellen. Warum das Handy überhaupt verboten ist? Es besteht, wenn auch eine geringe, Möglichkeit, sich und andere durch den Einsatz eines Mobiltelefons in Gefahr zu bringen.

Ein Funke könnte etwa entstehen, wenn das Mobiltelefon auf den Boden fällt und sich dabei der Akku löst. Das wiederum könnte zu einem Brand führen“, erklärt Kirchbaumer. Darüber hinaus könnten durch das Telefonieren auch bestimmte digitale Signale gestört werden, ergänzt Kirchbaumer, da die meisten Tankstellen inzwischen mit modernster Technik ausgestattet seien. Wer sich nicht an das Handyverbot hält, hat dennoch mit keiner Strafe zu rechnen, sagt die Obfrau der Tiroler Tankstellen: „Das wird gesetzlich nicht exekutiert.“ Das Verbot gilt allerdings nur direkt an der Zapfsäule. „Im Shop oder wo anders am Tankstellengelände ist das Telefonieren mit dem Handy erlaubt“, erklärt die Obfrau der Tiroler Tankstellen.

Dass das Handy-Verbot vielen immer noch neu ist, verwundert Kirchbaumer nicht. „Komischerweise scheinen Tankstellen in den Köpfen der Kunden eine Sonderstellung einzunehmen. Dort muss immer alles funktionieren, sie müssen immer geöffnet haben. Technische Ausfälle können die Kunden überhaupt nicht nachvollziehen. Und Verbotsschilder beachtet auch keiner.“ Wenn etwa eine Zapfsäule nicht funktioniere, könne das diesbezügliche Hinweisschild noch so groß sein: „Die Leute sehen’s nicht und fragen verdutzt, warum denn das Tanken nicht geht“, sagt Kirchbaumer.




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