Letztes Update am Mo, 12.05.2014 07:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Natur

Fleißige Bienchen im Naturpark



Kaunertal – „Das Tal der Dunklen Biene“ – so heißt das Kaunertal inzwischen unter Insidern. 2011 wurde in den drei Gemeinden Kaunertal, Kauns und Kaunerberg ein Schutzgebiet für die Braunelle ausgewiesen. Früher war die dunkel gefärbte Honigsammlerin die dominante Bienenrasse in Tirol – inzwischen ist sie vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Einen wahren Boom löste das Projekt aus, das von „Bienenkönig“ Meinrad Falkeis gemeinsam mit dem Naturpark Kaunergrat ins Leben gerufen worden ist. Von 1000 Völkern, die es von der Apis mellifera mellifera – so der wissenschaftliche Name – in Österreich gibt, leben inzwischen 400 im Schutzgebiet, betont der Obmann der Dunklen Biene Tirol.

Als man den Grundstein fürs Schutzgebiet gelegt hat, zählte der Verein noch 14 Mitglieder, inzwischen sind es 32. Darunter zahlreiche Jungimker zwischen 16 und 22 Jahren, freut er sich über das neu aufkeimende Interesse.

Beim Fleiß stehen die Kaunertaler Imker ihren Völkern um nichts nach: So soll heuer eine eigene Belegstelle errichtet werden. Bisher mussten die Imker bis nach Scharnitz reisen, um ihre Königin von Drohnen befruchten zu lassen. Mit dem neuen „Liebes­tempel“ der Dunklen im Kaunertal verfolgt man zudem ein besonderes Ziel. Es soll gelingen, eine neue Linie zu züchten, erklärt Falkeis. Sie soll später „die Kaunertalerin“ heißen. Für Laien, die mehr über die Biene erfahren wollen, wird es heuer bei der Woche der Artenvielfalt im Naturpark Kaunergrat interessant. Infos im Internet unter www.kaunergrat.at. (mr)