Letztes Update am Do, 31.07.2014 06:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Natur

Schritt für Schritt Richtung Naturparkhaus

Im selben Projekt mit dem Naturparkhaus sollen im Ötztaler Schutzgebiet fünf Infopoints entstehen. Drei davon sind seit gestern fix.



Von Hubert Daum

Ötztal – Die Natur zeigt sich im Ötztal von ihrer schönsten Seite – dort entstand mit einer Fläche von 510 Quadratkilometern der drittgrößte Naturpark Österreichs. Das zentrale Projekt erfuhr vor eineinhalb Jahren mit dem Architektenwettbewerb seinen definitiven Anstoß: Konkret geplant wurde als Herzstück ein Naturparkhaus in Längenfeld mit insgesamt fünf so genannten Infopoints an den Eingangspunkten. Mit diesem dezentralen Ansatz sollte erreicht werden, dass sich die Naturparkidee talweit verankert und die relevante Information jeweils an der Stätte des Geschehens vermittelt wird.

Im Jänner dieses Jahres wurde das interaktive „Empfangszimmer“ in Ambach eröffnet. Die Errichtung der Punkte in Niederthai und Gries waren für heuer geplant, der in Vent für nächstes Jahr. „Seit gestern können wir sagen, dass die Infopoints in Niederthai, Gries und Vent noch heuer realisiert werden“, berichtet GF Thomas Schmarda gut gelaunt, „das hat eine Besprechung mit dem Architektenteam und der Umweltabteilungin Innsbruck ergeben. Die Finanzierung ist gesichert.“ Schmarda sei auch über die Zusammenarbeit mit der Abteilung Hochbau der Landesbaudirektion glücklich, „weil die Mitarbeiter dort fachlich super sind“.

Die Informationsträger an den fünf Standorten (ca. drei mal fünf Meter) stellen in sich selbst Information dar, indem sie real aus der Landschaftstopografie abgeleitet werden. Es sind zum Beispiel die Gebietsausschnitte des Gesamtreliefs in Ambach abrufbar. Moderne Medien werden bestmöglich genutzt. So können zum Beispiel mittels QR-Code mehr Infos direkt auf das Smartphone geladen werden. Jeder der Info­punkte wird sich mit einem standortspezifischen Thema präsentieren. Bei jenem in Niederthai (siehe Visualisierung) dreht sich alles um den Bergsturz und die Bergmähder. In Gries wird das „wilde Wasser“ zum Hauptthema gemacht und Vent punktet mit „Natur & Kultur & Ötzi“. Schmarda weiter: „Gestern ist nicht nur ein Schritt in der technischen Umsetzung weitergegangen, es wurde auch der Zeitplan fixiert.“ Nun werde mit den ansässigen Ortsgruppen über die Umsetzung gesprochen. Was das Naturparkhaus als Herzstück angeht, müsse man auf die neue Förderperiode warten.

Die vom Naturpark organisierten Vorträge seien gut besucht worden. Morgen Freitag, den 1. August, lockt die Fledermausnacht am Habicher See. Treffpunkt 20.30 Uhr Unterführung Bundesstraße.

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