Letztes Update am Do, 23.10.2014 06:57

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Natur

Schutzgebiete haben wieder Betreuung



Von Hubert Daum

Imst – Der Bezirk Imst beheimatet vier vom Land Tirol definierte Schutzgebiete: Die Obsteiger Lärchenwiesen als Landschaftsschutzgebiet, das Ruhegebiet Muttekopf, der „geschützte Landschaftsteil“ Rosengartenschlucht und das Naturschutzgebiet Antelsberg mit dem Deutschen Skorpion. Die Biologin Kerstin Blassnig war mit der Betreuung betraut, im Sommer warf sie das Handtuch.

Seit erstem August sind die geschützten Gebiete keine Waisenkinder mehr: Maria Höpperger, ausgebildete Biologin und Zoologin, heißt die Blassnig-Nachfolgerin. „Meine Anstellung ist vorerst befristet bis Ende dieses Jahres, dann werden wir über eine Verlängerung reden“, berichtet die Neue, die erst im letzten Jahr ihr Studium beendet hat. Die zu betreuenden Gebiete haben unterschiedlichen Charakter, die Einarbeitung sei deshalb sehr komplex. Höpperger weiter: „Den größten Betreuungsumfang werden die Lärchenwiesen am Plateau verlangen. Hier werde ich die Hilfe für die ÖPUL-Förderwerber weiterführen.“ Auch in der Bezirkshauptmannschaft sei sie schon vorstellig geworden und habe Positives vernommen: Die Reaktivierung des Landschaftserhaltungsvereines Gurgltal (LEV) sei eine Diskussion wert.

Die Forcierung der Arbeit in den Schulen zur Sensibilisierung der Kinder sei ein zentrales Anliegen. In diesem Kontext soll die Kooperation mit dem Verein „Natopia“ vertieft werden. Um ihre Rolle als Mittler zwischen Grundstücksbesitzer und Behörden ausfüllen zu können, müsse nun zuerst das Netzwerk aufgebaut werden.