Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 04.12.2014


Tirol

Begeisterung über Naturpark Stubai hält sich in Grenzen

Auf die Schutzgebiete im Stubaital hat der Naturpark keine Auswirkungen.

Die Tiroler Landesregierung macht’s möglich: die Verlegung der Talstation am Stubaier Gletscher.<span class="TT11_Fotohinweis">Foto: Stubaier Gletscher</span>

© Stubaier GletscherDie Tiroler Landesregierung macht’s möglich: die Verlegung der Talstation am Stubaier Gletscher.Foto: Stubaier Gletscher



Von Denise Daum

Neustift – Die Tiroler Landesregierung hat gestern mit der Änderung des Schutzgebietes „Serles-Habicht-Zuckerhütl“ die Weichen für eine neue Talstation am Stubaier Gletscher gestellt. Gleichzeitig wurde der Startschuss für einen Naturpark Stubaier Alpen gegeben. Über Ersteres ist die Freude naturgemäß groß, vor allem bei Reinhard Klier, Vorstandsvorsitzender der Wintersport Tirol AG. Er geht davon aus, dass nun im Sommer nächsten Jahres die Vorarbeiten zur neuen 3S-Bahn starten können.

Erleichtert über diese Weichenstellung zeigt sich auch der Obmann des Tourismusverbands Stubai, Sepp Rettenbacher. Eine windsichere Bahn auf den Gletscher sei für das ganze Tal ein wichtiger Schritt. Verhalten ist hingegen die Begeisterung über einen Naturpark Stubai: „An sich eine gute Sache, aber wir brauchen im Stubaital nicht noch mehr Einschränkungen durch den Naturschutz“, betont Rettenbacher.

Die Gemeinde Neustift sieht den Naturpark, der die Schutzgebiete Serles-Habicht-Zuckerhütl, Stubaier Alpen und Kalkkögel betrifft, „sehr kritisch“. Auf jeden Fall müsste der Naturpark losgelöst vom Brückenschlag gesehen werden, fordert BM Peter Schönherr. Trotz aller Skepsis: Er sei gesprächsbereit und hofft auf eine offene Kommunikation mit der Gemeinde.

Otto Leiner von der Abteilung Umweltschutz im Land Tirol stellt klar, dass das Ausrufen eines Naturparks keine rechtlichen Auswirkungen auf bestehende Schutzgebiete hat. Allerdings kommt auf die betroffene Region sowie den Tourismusverband Arbeit zu. Schließlich muss ein Naturpark die Aspekte Bildung, Erholung und Naturschutz berücksichtigen und bieten. Selbstverständlich geschehe das in Zusammenarbeit und mit dem Land Tirol.

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