Letztes Update am Do, 26.02.2015 13:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Skigebiets-Zusammenschluss

Mehr als 33.000 Unterschriften für den Erhalt der Kalkkögel

Eine Unterschriftenliste der parteiunabhängigen Plattform „Rettet die Kalkkögel“ findet großen Zuspruch. Bis heute sprachen sich 33.100 Menschen mit ihrer Unterschrift gegen den Zusammenschluss von Axamer Lizum und Schlick aus. Die Liste soll bald an die Landesregierung übergeben werden.

© Andreas Rottensteiner / TTBisher haben Skifahrer in der Axamer Lizum einen unverbauten Blick auf die Kalkkögel.



Innsbruck – Eine Petition der parteiunabhängigen Plattform „Rettet die Kalkkögel“ hat 33.100 Unterstützer gefunden. Dies gab die Plattform, die gegen den umstrittenen Zusammenschluss der Skigebiete „Schlick 2000“ und „Axamer Lizum“ über das Ruhegebiet mobil macht, am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Auch für die schwarz-grüne Regierung ist der „Brückenschlag“ ein Zankapfel.

Die 33.100 Unterstützer würden Meinungsumfragen bestätigen, wonach eine klare Mehrheit der Bürger für die unversehrte Erhaltung der „Kalkkögel“ und gegen neue Seilbahnen zwischen Mutters, Axams und dem Stubai sei, hieß es. Die Plattform appellierte an Landtag, Landesregierung sowie an die Vertreter der betroffenen Gemeinden und Tourismusverbände, das Ergebnis der Petition nicht zu ignorieren. „Wir vertrauen darauf, dass die nun anstehende sachliche Prüfung des Seilbahnprojekts über die Kalkkögel durch den Tiroler Landtag nur zu einer Ablehnung des Projektes führen kann“, schreiben die Mitwirkenden der Plattform in der Aussendung.

Der Landtag hatte das Projekt prüfen lassen. Neben der Wirtschaftlichkeit sollte auch geklärt werden, ob der „Brückenschlag“ zwischen den Skigebieten der Alpenkonvention widerspricht. Anfang kommender Woche sollen die Landtagsklubs die Einschätzungen überantwortet bekommen. Der Landtag könnte sich dann bei seiner Sitzung im März damit auseinandersetzen.

Mangels Übereinstimmung – die ÖVP befürwortet den „Brückenschlag“, die Grünen nicht – hatte sich die Koalition darauf geeinigt, die „heiße Kartoffel“ dem Landtag zu übergeben. Bereits im Regierungsübereinkommen hatte man diesen Punkt in den koalitionsfreien Raum geschrieben. (APA, TT.com)