Letztes Update am So, 09.08.2015 18:01

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Stiertreiben

Warnrufe nicht gehört: Filmender Spanier bei Stierhatz getötet

Freunde des Opfers sagten, der 32-Jährige habe gefilmt und trotz Warnrufen die Nähe eines Stieres nicht bemerkt. Der Bulle habe ihn am Hals und an der Hüfte aufgespießt.

Auch Zuseher leben bei einer Stierhatz gefährlich.

© REUTERS/Joseba EtxaburuAuch Zuseher leben bei einer Stierhatz gefährlich.



Madrid - Weil er mit seinem Handy gefilmt und deshalb unachtsam geworden sein soll, ist ein Mann in Spanien bei einem Stiertreiben von Hornstößen getötet worden. Der 32-Jährige sei im Krankenhaus den Verletzungen erlegen, die er bei der Hatz in der Nacht auf Sonntag in Villaseca de la Sagra rund 60 Kilometer südlich von Madrid erlitten hatte, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden.

„Wir sagen den Leuten immer, dass sie aufpassen müssen, dass die Stiere sehr gefährlich sind, aber es gibt sehr viele Teilnehmer, und jeder denkt sich: Mir wird schon nichts passieren“, sagte Bürgermeister Jesus Hijosa der Nachrichtenagentur EFE.

Freunde des Opfers erzählten demnach, der Mann habe gefilmt und trotz Warnrufen die Nähe eines Stieres nicht bemerkt. Der Bulle habe ihn am Hals und an der Hüfte aufgespießt und in die Luft geschleudert.

Protest von Tierschützern

Tierschutzgruppen protestierten auch dieses Jahr mehrfach gegen die traditionsreichen Stiertreiben, die inzwischen auch in Spanien sehr umstritten sind. Dennoch locken diese Feste Tausende. Die berühmtesten Stiertreiben finden Anfang Juli in Pamplona statt. (APA/dpa)

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