Letztes Update am Di, 20.10.2015 14:51

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


1989-2015

Trauer um Ena Kadic: Ex-Miss Austria in der Klinik verstorben

Die 26-jährige Tirolerin starb am Montagabend gegen 22.30 Uhr an ihren schweren inneren Verletzungen.

Ena Kadic und ihr Entdecker, Helmut Gruber.

© Thomas BöhmEna Kadic und ihr Entdecker, Helmut Gruber.



Innsbruck – Tragische Nachrichten aus der Innsbrucker Klinik: Die verletzte Ex-Miss Austria Ena Kadic ist am Montag gegen 22.30 Uhr verstorben. Sie ist ihren schweren inneren Verletzungen erlegen, teilte die Kriminalpolizei am Dienstag auf Anfrage von TT.com mit. Eine gerichtlich angeordnete Obduktion bestätigte ein Polytrauma offenbar nach einem „Sturzgeschehen“.

Ena Kadic war bereits am Freitag beim Joggen am Bergisel in der Nähe der Aussichtsplattform „Drachenfelsen“ rund 30 Meter abgestürzt. Sie schaffte es noch, per Handy ihre Familie zu alarmieren, bevor sie das Bewusstsein verlor.

Ermittler schließen Fremdverschulden aus

Ihr Bruder rief umgehend die Einsatzkräfte. Die Mutter von Ena Kadic machte sich daraufhin sofort auf die Suche, sie kannte die Joggingstrecke ihrer Tochter. Zwei Studenten, die zufällig dort waren, halfen der Mutter bei der Suche und fanden das schwer verletzte Model schließlich unterhalb des „Drachenfelsens“ liegen.

Die Rettung brachte die 26-jährige Tirolerin umgehend in die Klinik, wo Ärzte bis Montagabend um ihr Leben kämpften. Gegen 22.30 Uhr verloren sie diesen Kampf, die Verletzungen waren einfach zu schwer.

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Die Ermittler der Polizei gingen nach derzeitigem Stand nicht von Fremdverschulden aus. Kadic selbst war seit ihrer Rettung vom Unfallort nicht mehr zu Bewusstsein gekommen. Die Ermittler hatten vergeblich gehofft, die Verunglückte befragen zu können.

Rückzug aus Öffentlichkeit

Am Montag hat die Kriminalpolizei noch mit einem Sportpartner von Kadic gesprochen, mit dem sich die Schönheit am Freitag treffen wollte. „Sie haben sich jeden Freitag in einer größeren Gruppe getroffen – aber in einem anderen Gebiet, das zufällig den gleichen Namen trägt“, so der zuständige Beamte bei der Kriminalpolizei. Zu dem Treffen kam es diesmal nicht mehr – Kadic stürzte aus nach wie vor unbekannter Ursache ab.

Außerdem meldete sich am Montag noch ein Jogger bei der Polizei, der Kadic kurz vor dem Absturz gesehen hatte. Sie sei in der Nähe der Aussichtsplattform Drachenfelsen gesessen. Der Unglücksort befindet sich in der unwegsamen Sillschlucht im Gemeindegebiet von Innsbruck.

Ena Kadic wurde am 23. Juni 2013 im Casino Baden zur Miss Austria gewählt und setzte sich damit gegen 17 Mitbewerberinnen durch. Sie vertrat Österreich außerdem bei der Wahl zur Miss World am 28. September in Indonesien. Im vergangenen Oktober zog sich die Miss aus der Öffentlichkeit zurück. „Dieses Leben macht mich nicht glücklich“, erklärte sie damals in einem Interview.

Weggefährten trauern in sozialen Netzwerken

Der Tod von Ena Kadic sorgte auch in den sozialen Netzwerken für Trauer. Ex-Miss-Austria Patricia Kaiser schrieb etwa auf ihrer Facebook-Seite: „Warum!? Diese Frage hab ich mir schon zu oft gestellt ... Es gibt keine Erklärung, nur den Trost, dass ich eine unvergessene Zeit mit dir erleben durfte! Danke wundervoller Engel, im Herzen wirst du immer bei uns sein.“ Philipp Knefz, Mister Austria 2013, postete: „In einer solchen Situation würdest du es als letztes gut heißen, in Trauer zu versinken. Aber natürlich bin ich traurig und sitze mit Tränen vor meinem Computer. Liebe Ena, du schaust von oben auf uns herab!

Auch bei der Miss Austria Cooperation zeigte man sich betroffen. „Wir stehen noch immer unter Schock und müssen in tiefer Trauer von unserer Miss Austria 2013 Ena Kadic Abschied nehmen. Ihre Herzlichkeit, ihre Schönheit und ihre Begeisterung wird uns und unseren Missen immer in Erinnerung bleiben“, hieß es in einer Stellungnahme. (TT.com)

Miss Austria 2013 Ena Kadic war im Oktober im Alter von 26 Jahren von der Bergisel-Aussichtsplattform Drachenfelsen gestürzt.
Miss Austria 2013 Ena Kadic war im Oktober im Alter von 26 Jahren von der Bergisel-Aussichtsplattform Drachenfelsen gestürzt.
- TT/Thomas Böhm


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