Letztes Update am Sa, 27.08.2016 12:52

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Badeunfälle

Tod im Wasser: Mehrere Menschen sterben in deutschen Gewässern

Die hochsommerlichen Temperaturen locken ins und ans kühle Wasser. Einigen Menschen wird das zum Verhängnis: Sie sterben in Elbe, Neckar und der Ostsee. Darunter ein Baby.

Polizisten durchsuchten das Elbufer.

© APA/dpa/Philipp SchulzePolizisten durchsuchten das Elbufer.



Hamburg – Das Baden bei hochsommerlicher Hitze hat mehrere Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Ein 19-Jähriger wurde am Freitagabend in Hamburg leblos aus der Elbe gezogen. Er war am Elbstrand ins Wasser gestiegen und dann untergegangen, wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte. Taucher fanden den Mann schließlich und zogen ihn ans Ufer. Ein Notarzt konnte den jungen Mann zunächst wiederbeleben. Doch er starb im Krankenhaus.

In der Ostsee starben zwei ältere Männer. Beide waren am Freitag an der Küste schwimmen. Ein 72-Jähriger ging zusammen mit seiner Frau in Dierhagen in Mecklenburg-Vorpommern ins Wasser. Plötzlich habe der Stralsunder bewegungslos im Meer getrieben, teilte die Polizei mit. Andere Schwimmer brachten den Mann an den Strand. Ein Notarzt stellte dort nur noch Tod des 72-Jährigen fest.

Baby ertrunken, Mutter konnte nicht schwimmen

Einen 84-Jährige kostete ein Bad in Schleswig-Holstein das Leben. Er war in Sierksdorf zum Schwimmen ins Meer gegangen und verschwunden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Mann wurde leblos aus dem Wasser gezogen, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die genauen Todesursachen waren in beiden Fällen zunächst unklar.

Im Neckar in Baden-Württemberg ertrank ein zehn Monate altes Baby. Wie die Polizei in Heilbronn am Samstag mitteilte, versuchte die 21 Jahre alte Mutter am Freitag noch, ihr Kind zu retten, ging aber ebenfalls unter. Sie konnte nicht schwimmen. Zwei Männer zogen die junge Frau aus dem Wasser. Das Kind konnte wenig später aus dem Fluss in Mosbach-Neckarelz geborgen, aber nicht mehr gerettet werden. Die Mutter wurde ins Krankenhaus gebracht. Sie hatte das Kind am Flussufer auf dem Arm getragen, als es zu dem Unglück kam. Die genauen Umstände waren laut Polizei noch unklar. (dpa)