Letztes Update am Do, 02.03.2017 07:58

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Unfall

Drei Lawinen an einem Tag in Südtirol: Ein Toter, zwei Verletzte

Drei gewaltige Lawinen rissen am Mittwoch drei Wintersportler in Südtirol mit sich. Ein 33-Jähriger überlebte das Unglück nicht.

(Symbolfoto)

© TT/Thomas Böhm(Symbolfoto)



Bozen – Keine Verschnaufpause hatten die Bergretter am Mittwoch in Südtirol. Binnen weniger Stunden gingen drei große Lawinen ab, dabei kam ein Tourengeher ums Leben, ein Jugendlicher verletzte sich lebensgefährlich und ein weiterer Mann leicht.

Wie Südtirol Online berichtet, gingen die ersten beiden Lawinen am Vormittag ab, eine davon am Jaufenpass, der Sterzing und Meran verbindet, eine am Speikboden im Ahrntal.

In die erste Lawine war ein 16-jähriger Schüler geraten. Er wurde verschüttet, konnte aber nach kurzer Zeit geortet und ausgegraben werden. Dennoch erlitt er lebensgefährliche Verletzungen und wurde ins Krankenhaus Bozen geflogen. Im Ahrntal löste ein 51-jähriger Urlauber das Schneebrett aus, das ihn mitriss. Zu seinem großen Glück beobachtete ein anderer Wintersportler den Abgang und setzte sofort die Rettungskette in Gang. Weitere Skifahrer begannen sofort mit der Bergung des Mannes. So konnte er kurze Zeit später leicht verletzt gerettet werden.

Tödlicher Lawinenabgang in Ridnaun

Weniger Glück hatte hingegen am Nachmittag ein Einheimischer im Valtigl Tal bei Ridnaun. Der Mann war mit einem Freund auf den Tourenskiern unterwegs. Doch auf dem Weg zu ihrem Ziel erschien ihnen die Gefahr zu groß. Sie beschlossen, umzukehren und zurück ins Tal zu fahren.

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Leider kam dieser Entschluss offenbar zu spät: Bei der Abfahrt löste sich eine Lawine und verschüttete die beiden Südtiroler. Während sich einer der beiden, der nur teilverschüttet worden war, rasch befreite, wurde sein Freund zwei bis drei Meter unter der Schneedecke begraben.

Zwar konnte sein Begleiter ihn mit einem Lawinensuchgerät orten, als die anrückenden Einsatzkräfte den 33-Jährigen aber ausgegraben hatten, blieben jegliche Reanimationsversuche erfolglos. (TT.com)