Letztes Update am Mo, 03.07.2017 11:49

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ötztal

Felssturz in Längenfeld: Zwei Tiroler starben unter Geröllmassen

Ein tragischer Unfall hat sich am Sonntag in Längenfeld ereignet. Ein 57-Jähriger und eine 55 Jahre alte Frau wurden bei einer Wandertour von herabstürzenden Felsen erschlagen.

Die Gerölllawine erfasste die beiden Wanderer. Sie hatten keine Überlebenschance.

© ZOOM.TIROLDie Gerölllawine erfasste die beiden Wanderer. Sie hatten keine Überlebenschance.



Längenfeld – Schock in der Ötztaler Gemeinde Längenfeld. Am Sonntagnachmittag donnerte gegen 16.30 Uhr eine riesige Menge Geröll im Bereich der Grieser-Lehne ins Tal. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen konnte: Zwei Wanderer wurden von den Gesteinsmassen erfasst.

Der 57-Jährige und die 55 Jahre alte Frau waren auf einem Steig in Richtung Schneggerkogel unterwegs. Als die Geröllmassen hinunterdonnerten, befanden sich die beiden genau in der Sturzbahn. Sie hatten keine Überlebenschance.

Am Abend wurde die Polizei davon informiert, dass zwei Einheimische abgängig sind. Das Auto der beiden wurde am Ausgangspunkt der Tour gefunden. Eine groß angelegte Suche wurde gestartet. Dann die traurige Gewissheit: Mit Unterstützung des Rettungshubschraubers fanden die Bergretter die Leiche eines Wanderers, wenig später entdeckten sie die zweite Tote. Es handelte sich um die beiden als vermisst gemeldeten Einheimischen.

Die Leichen wurden geborgen und mit dem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen. Um die Angehörigen kümmerte sich ein Kriseninterventionsteam.

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Sicht verhinderte Erkundungsflug

Die schlechte Sicht hat zunächst einen Erkundungsflug verhindert. „Die Berge sind derzeit im Nebel verhüllt“, sagte Landesgeologe Gunther Heißl am Montag im Gespräch. Der Wanderweg sei aber gesperrt, weshalb „keine Gefahr in Verzug“ sei, fügte er hinzu.

Rein aufgrund der Bilder, die es bisher von dem Felssturz gibt, könne er nicht sagen, weshalb sich die Gesteinsmassen gelöst haben, erklärte Heißl. Der Regen der vergangenen Tage könnte aber ursächlich dafür sein. In der näheren Umgebung gebe es zwar Gebiete, die für Felsstürze bekannt seien, ob sich der Unfall in einem davon ereignet hat, könne er aber noch nicht sagen, so der Landesgeologe. (TT.com)

Die Abbruchstelle.
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