Letztes Update am Fr, 29.12.2017 17:57

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Reutte

Airbag rettete 34-Jährigen bei Lawinenabgang im Außerfern

Ein rund 100 Meter breites Schneebrett riss einen 34-Jährigen im Bereich der Rohnenspitze mit. Durch seinen Airbagrucksack blieb er immer an der Oberfläche der Lawine.

© Symbolfoto/Larcher(Symbolfoto)



Zöblen – Drei Österreicher (34, 35 und 49 Jahre alt) wollten am Freitagvormittag mit Skiern über die bis zu 40 Grad steile Nordseite der Rohnenspitze in Zöblen abfahren. Alle hatten Lawinensuchgerät, Sonde und Schaufel mit im Gepäck. Zwei trugen zudem einen Airbagrucksack.

Nachdem sie in Entlastungsabständen in den Hang eingefahren waren blieben sie nach etwa 200 Metern stehen. Anschließend fuhr der 34-Jährige alleine voraus.

Nach 150 Metern Fahrt brach plötzlich unter seinen Füßen ein Schneebrett los und riss den Mann rund 200 Meter talwärts. Der Skifahrer, der seinen Airbag auslösen konnte, blieb dabei immer an der Oberfläche der Lawine. Er wurde nicht verschüttet und blieb unverletzt.

Seine Kollegen, die sich oberhalb des Lawinenanbruches befanden, wurden nicht mitgerissen und blieben ebenfalls unverletzt. Einer der Männer setzte umgehend den Notruf ab.

Da alle drei Personen selbständig die Fahrt ins Tal fortsetzen konnten, wurde der Einsatz des Rettungshubschraubers abgebrochen.

Die Lawine war rund 100 Meter breit, 500 Meter lang und hatte eine durchgehende Anrisshöhe von etwa 80 Zentimetern. (TT.com)




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