Letztes Update am Mo, 22.01.2018 12:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Schwaz

Toter Snowboarder steckte im Hochzillertal kopfüber im Schnee

Der 39-Jährige dürfte im freien Skiraum in eine Mulde gestürzt und verschüttet worden sein, nur noch ein Teil seines Snowboards war zu sehen.

Lagebesprechung der Einsatzkräfte.

© ZOOM.TIROLLagebesprechung der Einsatzkräfte.



Kaltenbach – Ein trauriges Ende nahm in der Nacht auf Montag eine Suchaktion im Skigebiet Hochzillertal: Ein zuvor vermisster 39-jähriger deutscher Snowboarder konnte nur noch tot gefunden werden – und das auch nur mit viel Glück, wie Alpinpolizist Florian Bauernfeind schildert: „Es war nur der Belag seines Snowboardes zu sehen, der Mann steckte kopfüber in einer Mulde im Schnee.“

Der Mann dürfte in einer Mulde gestürzt, kopfüber in den Schnee gefallen und von nachrutschendem Schnee fast zur Gänze verschüttet worden sein. Seine Leiche wurde von den Helfern ins Tal gebracht.

Es war am späten Nachmittag, als Kollegen des Deutschen bei der Polizei Alarm schlugen. Sie waren mit ihm zum Skifahren verabredet, konnten ihn allerdings telefonisch nicht erreichen. Der 39-Jährige war aber schon zuvor alleine angereist und mit seinem Snowboard im freien Skiraum im Skigebiet Hochzillertal unterwegs.

Letztes Lebenszeichen Bild an Ehefrau

„Das letzte Lebenszeichen schickte er gegen 14.30 Uhr an seine Frau per WhatsApp. Er war auf einem Bild zu sehen, das er bei seiner Abfahrt gemacht hat. Wir haben sofort eine Suchaktion im entsprechenden Bereich gestartet“, so Bauernfeind.

Zehn Bergretter, zwei Alpinpolizisten und Mitarbeiter der Bergbahnen suchten bis spät in die Nacht nach dem Vermissten. Unterdessen versuchte auch die Ehefrau über die Handy-Standortsuche von Google Maps herauszufinden, wo sich ihr Mann befindet. „Gegen 1 Uhr meldete sie, dass das Handy in einem Bereich rund 200 Meter unter der Bergstation noch Signale sendete“, erzählt Bauernfeind.

Daraufhin verlagerte sich die Suche in den entsprechenden Bereich. Erst gegen 3 Uhr Früh hatten die Einsatzkräfte Erfolg: Sie entdeckten den fast komplett verschütteten Wintersportler, der ohne Lawinenausstattung unterwegs war. (rena)