Letztes Update am Sa, 07.04.2018 22:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Lawinen: Schwerverletzte in Imst und Leutasch, Entwarnung in Lüsens

In Imst und in Leutasch wurden zwei Wintersportler von einer Lawine mitgerissen und teilweise verschüttet. In Lüsens konnte rasch Entwarnung gegeben werden.

Bei dem Lawinenabgang in Lüsens gab es keine Verschütteten.

© Liebl Daniel/zeitungsfoto.atBei dem Lawinenabgang in Lüsens gab es keine Verschütteten.



Lüsens, Leutasch, Imst, Neustift — Das sonnige Wetter in Tirol nutzten am Samstag zahlreiche Wintersportler für Ausflüge auf die Berge. Für zwei Tourengeher endete die Abfahrt in der Klinik: Auf der Dreitorspitze in Leutasch wurde ein 35-jähriger Deutscher beim Überqueren eines Lawinenkegels von einem Schneebrett erfasst und etwa 200 Meter weit mitgerissen. Laut Polizei konnte er seinen Lawinenairbag auslösen und blieb so an der Oberfläche liegen. Der Teilverschüttete wurde dennoch schwer verletzt. Er wurde nach der Erstversorgung in die Innsbrucker Klinik geflogen und musste notoperiert werden.

In den Lechtaler Alpen geriet eine 52-jährige Deutsche unter eine Lawine, als sie mit Schneeschuhen von der Hanauer Hütte in Imst ins Tal unterwegs war. Die Frau wurde rund 200 Meter weit mitgerissen und zum Teil verschüttet. Ihr Ehemann und weitere unbeteiligte Personen bargen die Verunfallte und leisteten Erste Hilfe. Die 52-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in die Klinik nach Innsbruck geflogen.

Tourengeher im Stubaital hatten großes Glück

Auch auf dem Zuckerhütl im Stubaital löste sich am Samstag eine Lawine. Wie der ORF Tirol online berichtet, hatten zwei Innsbrucker Skitourengeher großes Glück. Sie waren demnach kurz vor dem Lawinenabgang zwischen der Sulzenauhütte und der Sulzenaualm abgefahren, als das Schneebrett hinter ihnen Richtung Tal donnerte.

Im Selltraintal konnte nach einem massiven Lawinenabgang im Bereich des Alpengasthofes Lüsens rasch Entwarnung gegeben werden. Nach einer gründlichen Sondierung des Hanges stand fest, dass niemand von den Schneemassen erfasst worden war. Zuvor war vermutet worden, dass sich möglicherweise ein Snowboarder in dem Bereich aufgehalten hatte. (TT.com)

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