Letztes Update am Fr, 15.06.2018 06:57

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Kufstein

76-Jähriger starb bei Flugzeug-Absturz in Langkampfen

Ein Leichtflugzeug zerschellte in einem Maisfeld. Die Ursache ist unklar, ein medizinischer Notfall beim Piloten nicht ausgeschlossen.



Von Thomas Hörmann

Langkampfen — Ein 76-jähriger Unterländer fand am Donnerstagvormittag bei einem Flugzeugabsturz bei Unterlangkampfen (Gemeinde Langkampfen) den Tod. Die Absturzursache war zunächst noch unklar. Das Landeskriminalamt und die Flugunfallkommission haben die Ermittlungen übernommen.

Der Tiroler aus dem Bezirk Kufstein ist mit seinem Ultra-Leichtflugzeug gegen etwa 10.30 Uhr am Flugfeld von Langkampfen gestartet. Im Schlepptau ein Segelflugzeug mit einem Vater und dessen Tochter an Bord. „Zunächst lief alles planmäßig, der 76-Jährige brachte den Segler in die Höhe und klinkte dann das Seil aus", erzählt Astrid Mair, stv. Polizei-Bezirkskommandantin in Kufstein. „Und das war südöstlich von Kufstein in etwa 300 Metern Höhe", ergänzt Klaus Hohenauer von der Luftfahrtbehörde der Landesverkehrsabteilung.

- Zoom.Tirol

Flugzeug schlug auf Maisfeld auf

Wenige Minuten später war alles anders: Ein Pkw-Lenker, der auf der Autobahn in Richtung Innsbruck unterwegs war, wurde Augenzeuge der Tragödie. Bei einem Blick in Richtung Heliport/Unterlangkampfen beobachtete der Mann, wie das Flugzeug mit der Nase voran in die Tiefe stürzte und auf einem Maisfeld etwa 200 Meter vom Flughafen entfernt aufschlug. „Um 10.36 Uhr hat der Zeuge die Polizei verständigt", bestätigt Mair.

Der Auftakt für einen Großeinsatz: Doch die Sanitäter konnten dem 76-Jährigen nicht mehr helfen. Der Pilot war bereits tot.

Obduktion am Freitag

Die Ursache für den Absturz ist noch unklar: „Eine Möglichkeit wäre ein medizinisches Problem", sagt Hohenauer. „Nach der Obduktion am Freitag wissen wir vermutlich mehr." Nicht ausgeschlossen ist auch, dass das Leichtflugzeug mit der Schleppleine an einer Stromleitung oder einem Baum hängen blieb. Das Seil befand sich jedenfalls noch am Wrack. Das Segelflugzeug mit Vater und Tochter an Bord ist wenige Minuten nach dem Absturz problemlos gelandet.

Die Bergung des Wracks verzögerte sich, weil die beschädigte Gaskartusche des Fallschirms erst entschärft werden musste.