Letztes Update am Di, 10.07.2018 07:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Kufstein

Nach Sturz: Kletterer übernachtete mit Brüchen auf Hütte in Kufstein

Der 54-Jährige war von einem herabfallenden Felsbrocken schwer verletzt worden. Er und sein Kollege brachen die Tour ab und übernachteten in einer nahegelegenen Hütte. Erst tags darauf rückte die Bergrettung an – der Weg ins Krankenhaus zog sicher aber noch lange hin.

© ZangerlSymbolfoto.



Kufstein – Mit einem Unterarm- und zwei Rippenbrüchen endete die Klettertour eines Deutschen (54) am Sonntag im Kaisergebirge. Dass er derart schwer verletzt war, schien der 54-Jährige erst gar nicht zu merken. Er übernachtete noch in einer Hütte und verständigte erst tags darauf die Bergrettung.

Der 54-Jährige hatte gemeinsam mit einem Kollegen (55) die Tour „Weg der Freunde“ unternommen. Kurz vor dem Ende brach ein Felsblock aus der Wand, wodurch der Jüngere etwa vier Meter ins Seil stürzte. Sein Begleiter konnte den Sturz zwar halten, ohne Verletzungen kam der 54-Jährige aber nicht davon.

Selbst ins Krankenhaus nach Deutschland gefahren

Die beiden Freunde brachen die Tour ab und stiegen zum Anton-Karg-Haus ab, wo sie auch nächtigten. Wegen anhaltender starker Schmerzen verständigten sie am Morgen schließlich doch die Bergrettung. Diese brachte die Alpinisten ins Tal.

Anschließend fuhren die beiden selbst mit dem Auto nach Deutschland zurück. Im Krankenhaus Geislingen an der Steige (Baden-Württemberg) begab sich der Schwerverletzte dann in ärztliche Behandlung. Dort wurden dann die Brüche diagnostiziert. (TT.com)