Letztes Update am Mo, 13.08.2018 16:42

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck-Land

Brandserie setzt sich fort: Pferdestadel in Inzing in Flammen

Der Brand konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Verletzt wurde niemand. Es ist bereits der siebte Stadelbrand binnen weniger Wochen im Großraum Zirl.

© zeitungsfoto.at70 Feuerwehrleute aus Inzing und Hatting standen im Einsatz.



Inzing –Einmal mehr mussten die Feuerwehren im Inntal am Sonntagabend zu einem Stadelbrand ausrücken. 70 Feuerwehrleute wurden gegen 22:45 Uhr zu einem Einsatz nach Hof in Inzing gerufen: Ein Pferdestadel stand in Flammen. Die Freiwilligen Feuerwehren Inzing und Hatting rückten mit insgesamt sechs Fahrzeugen aus. Sie konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen.

Beim Brandobjekt handelte es sich um einen zweistöckigen Stadel aus Holz, der als Pferdeunterstand und im Obergeschoß als Heulager diente. Verletzt wurde niemand. Am Gebäude entstand laut Polizei erheblicher Sachschaden. Erhebungen zur Klärung der Brandursache wurden eingeleitet.

Am Montagvormittag wurde die Feuerwehr dann erneut alarmiert – der Brand war wieder aufgeflammt. Das Feuer konnte aber rasch gelöscht werden.

Brandserie hält Feuerwehren in Atem

Es war bereits der siebte Brand binnen weniger Wochen im Großraum Zirl. Erst in der Nacht auf Sonntag brannte ein Holzschuppen im Bereich Gaisau zwischen Hatting und Inzing lichterloh. Die Angst vor einem Feuerteufel wird zunehmend größer.

Der Stadel wurde durch das Feuer schwer beschädigt.
- zeitungsfoto.at

Begonnen hatte die Brandserie am 19. Juli – just an dem Tag, an dem über den mutmaßlichen Brandstifter von Erpfendorf die Untersuchungshaft verhängt worden war. Der 17-jährige Feuerwehrmann hatte wochenlang die Einsatzkräfte im Unterland in Atem gehalten. Insgesamt werden ihm acht Brandstiftungen zur Last gelegt, die Schäden sind enorm.

Während man im Unterland aufatmen konnte, startete die Brandserie im Oberland: Am 19. Juli brach gegen 6 Uhr Früh ein Brand in einem Stall in Pfaffenhofen aus. Einen Tag später ging wenige Kilometer weiter östlich in Pettnau gegen Mitternacht ein Stadel in Flammen auf und brannte völlig aus. Ebenfalls nur Schutt und Asche blieben von einem Stadel in Zirl übrig, was wenige Tage später passierte. Nur einen Tag darauf, am 27. Juli, wurden die Feuerwehren Unterperfuss und Kematen zum Brand eines Stadels in Unterperfuss gerufen. Am 1. August brannte dann ein Stadel in Inzing bis auf die Grundmauern nieder. In der Nacht auf Sonntag dann in Hatting. Bislang sind die Ursachen für die Stadelbrände noch nicht geklärt. (TT.com)