Letztes Update am Di, 11.09.2018 11:02

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wien

Einjähriger Bub nach Hundebiss in Wien in Lebensgefahr

Der große Hund soll das Kind in den Schädel gebissen. Dabei erlitt der Einjährige lebensgefährliche Kopfverletzungen.

Symbolbild.

© MurauerSymbolbild.



Wien – Ein einjähriger Bub ist am Montagabend in Wien-Donaustadt von einem Hund gebissen worden. Das Baby befindet sich seither in Lebensgefahr und wird auf der Intensivstation behandelt, berichtete eine Sprecherin des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) am Dienstag.

Der Unfall ereignete sich am Montag gegen 20.15 Uhr in der Ziegelhofstraße in Wien-Donaustadt. Angaben der Rettung zufolge soll der große Hund dem Kind in den Schädel, nicht ins Gesicht, gebissen haben. Der kleine Bub erlitt dabei lebensgefährliche Kopfverletzungen, wurde von der Rettung versorgt und ins Spital gebracht. Laut Rettung dürfte der Hund nicht zur Familie des Babys gehört haben.

Hund riss sich von Leine

Der kleine Bub war mit seinen Großeltern unterwegs, die beiden spazierten laut Polizei mit ihrem Enkel die Ziegelhofstraße entlang. Dabei schaukelten sie das Baby in ihrer Mitte an den Armen immer wieder spielerisch in die Höhe. Die drei begegneten einer 48-jährigen Frau mit einem angeleinten Hund. Plötzlich riss sich der Hund los und packte das Kleinkind am Kopf.

Eine Zeugin schlug dem Hund mehrmals auf die Schnauze, um den Einjährigen zu befreien. Erst die Hundehalterin brachte das Tier dazu, von dem Buben abzulassen. Sie band ihn mit der Leine an einen Baum. Das Kind wurde bis zum Eintreffen der Polizei und der Berufsrettung Wien von einer zufällig vorbeifahrenden Ärztin versorgt. Der Hund wurde nach dem Wiener Tierhaltegesetz abgenommen und von der Tierrettung ins Tierquartier gebracht. (APA)