Letztes Update am Fr, 21.09.2018 18:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Kufstein

Kutsche kippte in Breitenbach: 16 Verletzte, eine Person reanimiert

Weil ein Pferd plötzlich durchging, kippte eine Pferdekutsche am Freitag um und stürzte in einen Bach. Eine französische Touristengruppe wurde bei dem Unfall teilweise schwer verletzt, eine Person lebensbedrohlich.

Die Pferdekutsche kippte und stürzte in den Bach.

© Zoom.tirolDie Pferdekutsche kippte und stürzte in den Bach.



Breitenbach – Es sollte eine entspannte Rundfahrt mit einer Pferdekutsche werden, die eine Reisegruppe aus Frankreich am Freitag gebucht hatte. Sie waren frühzeitig angereist. Denn am Samstag wollten sie den Almabtrieb in Reith im Alpbachtal besuchen. Gegen 15 Uhr kam es dann zu dem Unglück.

Das Gespann stürzte zwischen dem Tiroler Höfemuseum und Breitenbach über steiles Gelände in einen kleinen Graben, durch den ein Bach fließt. Die Fahrgäste wurden aus der Kutsche geschleudert. 16 Urlauber aus Frankreich wurden verletzt.

Die Kutsche war zwischen Breitenbach und dem Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach unterwegs gewesen.
Die Kutsche war zwischen Breitenbach und dem Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach unterwegs gewesen.
- Daniel Liebl

Ein französischer Staatsbürger musste reanimiert werden, ist inzwischen jedoch außer Lebensgefahr. Er wurde, wie ein weiterer Franzose, schwerstverletzt in die Innsbrucker Klinik geflogen. Zwei weitere Franzosen erlitten Knochenbrüche und wurden wie die anderen zwölf Leichtverletzten – ebenfalls alles Franzosen – zur Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Über Alter und Geschlecht der Verletzten war am Freitagabend noch nichts bekannt, außer dass es sich wohl um eine Gruppe von Pensionisten handelt. Bei den beiden Franzosen, die mit dem Hubschrauber abtransportiert wurden, soll es sich um einen Mann und eine Frau handeln. Laut Auskunft der Polizei blieb der einheimische Kutscher unverletzt.

„Eines der beiden Pferde, welche die Kutsche zogen, ging plötzlich nach links durch und riss das ganze Gespann mit sich. Alle Insassen wurden rausgeschleudert“, sagt Andreas Haas von der Polizei Kramsach. Dutzende Einsatzkräfte aus ganz Tirol standen im Einsatz, um die zahlreichen Verletzten zu versorgen.

Wie Haas berichtet, seien die 16 Verletzten Teil einer 50-köpfigen Gruppe. Sie alle sollen in Hotels und Pensionen im Umland untergebracht sein. „Jeden Tag gibt es solche Touren. So etwas Schlimmes ist aber noch nie passiert“, zeigte sich der Polizist schockiert. (bfk)