Letztes Update am Sa, 22.09.2018 17:39

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bayern

Großbrand in bayerischem Flüchtlingslager: Keine Verletzten

Feueralarm im bayerischen Bamberg: Über der Aufnahmestelle für Asylbewerber - einem der sieben sogenannten Ankerzentren - steigen dunkle Rauchwolken auf. Fast der gesamte Dachstuhl eines Wohnblocks steht in Flammen. Die Kriminalpolizei ermittelt.

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Bamberg – Im sogenannten Ankerzentrum für Flüchtlinge im bayerischen Bamberg ist am Samstag ein Großbrand ausgebrochen. Wie die Polizei mitteilte, gelang es jedoch, alle Menschen, die sich in dem Gebäude aufhielten, rasch zu evakuieren. Verletzte oder gar Todesopfer habe es daher nicht gegeben.

Die Behörden wurden laut Polizei gegen Mittag zunächst durch einen vorbeifahrenden Autofahrer alarmiert. In dem Gebäude befand sich zu diesem Zeitpunkt neben den dort untergebrachten Flüchtlingen auch das Sicherheitspersonal. Die Brandursache war demnach zunächst unbekannt. Die Kriminalpolizei habe Ermittlungen aufgenommen, teilten die Behörden mit.

Die Löscharbeiten dauerten am Samstagnachmittag an. Die Polizei teilte aber mit, das Feuer sei unter Kontrolle. Zeitweise hatte der gesamte Dachstuhl in Flammen gestanden. Die Polizei rief die Anrainer zunächst auf, wegen der starken Rauchentwicklung Türen und Fenster geschlossen zu halten. Diese Warnung wurde am Nachmittag wieder aufgehoben.

Ankerzentren sind Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge, auf die sich die Koalition im Bund auf Drängen vor allem der bayerischen CSU verständigt hatte. „Anker“ steht dabei für Ankunft, Entscheidung, Rückführung.

Asylbewerber sollen für die gesamte Dauer ihrer Antragsprüfung untergebracht werden. Eine Bündelung verschiedener für sie zuständiger Behörden soll die Verfahren beschleunigen, die zentrale Unterbringung in den Einrichtungen vor allem Abschiebungen erleichtern. Die meisten Bundesländer lehnen die Errichtung von Ankerzentren bisher ab. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Internierung von Flüchtlingen in den Zentren. (APA/AFP)