Letztes Update am Fr, 04.01.2019 12:13

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Oberösterreich

Tödlicher Feuerwerksunfall: Ursache war „Anwendungsfehler“

Laut Staatsanwaltschaft unterschätzte das 17-jährige Opfer die Wucht der Rakete. Der Jugendliche „befand sich mit dem Oberkörper in der Flugbahn“.

In Eberschwang im Innviertel ist in der Silvesternacht ein 17-Jähriger beim Zünden einer Kugelbombe ums Leben gekommen.

© APA/FOTOKERSCHI.ATIn Eberschwang im Innviertel ist in der Silvesternacht ein 17-Jähriger beim Zünden einer Kugelbombe ums Leben gekommen.



Eberschwang, Ried im Innkreis – Der tödliche Unfall mit einer Kugelbombe in der Silvesternacht im Innviertel ist auf einen „Anwendungsfehler“ des 17-jährigen Opfers zurückzuführen. Das ergab die Analyse des Spurenbildes, bestätigte Alois Ebner von der Staatsanwaltschaft Ried am Freitag einen Bericht in der Kronen Zeitung. Anfangs hatte es geheißen, es sei zu einer Fehlzündung gekommen. Doch der Feuerwerkskörper war nicht defekt.

Offenbar hatte der Jugendliche die Wucht der Rakete unterschätzt, die laut Analyse mit 80 Meter pro Sekunde - was 288 km/h entspricht - in die Höhe schoss. Der Teenager, der sie gezündet hatte, „befand sich mit dem Oberkörper in der Flugbahn“, erklärte Ebner. Für den 17-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Noch sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in dem Fall aber nicht abgeschlossen. Woher der Jugendliche den Feuerwerkskörper hatte und welcher Bauart er war, stand am Freitag nicht fest. (APA)