Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 08.01.2019


Bezirk Landeck

Technische Einsätze für Landecker Feuerwehr weiter im Vormarsch

In einer Wohnung verletzt und nicht mehr in der Lage, die Türe zu öffnen: Bei 18 derartigen Fällen wurde voriges Jahr die Stadtfeuerwehr Landeck gerufen.

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Landeck – Wespennest-einsätze, Suchaktionen, Absperrdienste, Bergung bei Verkehrsunfällen – die Liste ist lang und die Herausforderungen an die Landecker Feuerwehr wachsen weiter. Das haben die Funktionäre um Stadtfeuerwehrkommandant Christian Mayer bei der jüngsten Vollversammlung am Dreikönigstag aufgezeigt.

Die Einsatzstatistik 2018 weist 169 Ausrückungen auf, ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unter den 112 technischen Einsätzen (25 mehr als im Vorjahr) gibt es Auffälligkeiten. „Wir sind 18-mal gerufen worden, um Personen aus ihrer Wohnung zu befreien“, schilderte Mayer. „Meistens sind es ältere Menschen, die gestürzt sind und die Türe nicht mehr öffnen können.“ Die Türe werde im Beisein von Rettung und Polizei geöffnet.

„Es war ein einsatzintensives Jahr“, resümierte Mayer. Nicht nur bei den 57 Brandeinsätzen, auch bei den 30 Wespennetzeinsätzen musste die Truppe ihre Schlagkraft unter Beweis stellen. Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der geleisteten Einsatzstunden – von 1569 im Jahr 2017 auf 2325 im Vorjahr. Dazu kommen 219 Übungen, darunter die Großübung auf der L76, sowie Kurse und Fortbildungsveranstaltungen. Die Stadtfeuerwehr verfügte über ein Budget von 433.000 Euro.

Heuer soll das Gerätehaus in Perfuchsberg saniert werden. Mit der für das Jahr 2020 geplanten Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges (TLF) steht eine Großinvestition bevor. Das bisherige TLF ist Baujahr 1993.

Erst kürzlich beim heftigen Regen und bei den Überflutungen am 24. Dezember rund um das Bahnhofsgelände habe sich einmal mehr gezeigt, „dass unsere Feuerwehr unverzichtbar ist“, hob Stadtchef Wolfgang Jörg hervor. „Ihre freiwilligen Leistungen sind unbezahlbar.“ (hwe)




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