Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 08.01.2019


Bezirk Reutte

Planseestraße entwickelt sich zum Hotspot für die Feuerwehr

Erst am Samstag wurde bei einem Brand am Ritterbürgl eine Person mittels Drehleiter vom Balkon im dritten Stock gerettet.

© Feuerwehr Reutte Erst am Samstag wurde bei einem Brand am Ritterbürgl eine Person mittels Drehleiter vom Balkon im dritten Stock gerettet.



Reutte – Das neue Jahr ist gerade einmal eine Woche alt und die Feuerwehr Reutte verbucht bereits drei Einsätze in der Statistik für 2019.

Sonntagabend nahmen sich die 104 Mitglieder, darunter 75 aktive Kameraden rund um Kommandant Alexande­r Ammann, jedoch die Zeit, das abgelaufene Vereinsjahr noch einmal Revue passieren zu lassen – bei der traditionell am Dreikönigstag stattfindenden Jahreshauptversammlung.

Und 2018 war ein arbeitsintensives Jahr. Insgesamt 134-mal wurden die Floriani­jünger alarmiert. Bei zwölf Brandeinsätzen, vier Brandsicherheitswachen, 32 Täuschungsalarmen und 86 technischen Einsätzen (Berge-, Aufräumungs- und Straßenreinigungsarbeiten nach Verkehrsunfällen, Personenbergungen oder Wohnungsöffnungen) wurden 2064 Einsatzstunden geleistet.

Großschadensereignisse gab es 2018 keine. „Aber ein Tag ist uns trotzdem in Erinnerung geblieben“, meint Ammann und fügt hinzu: „Am 15. September sind wir viermal ausgerückt. Bereits um 6 Uhr kam die Alarmmeldung Fahrzeugbrand – dieser entpuppte sich aber als alter Brauch. Die lustigen Freunde eines Hochzeitspaares hatten bei einem Carport Bengalfeuer, Rauchbomben und Böller gezündet um das Brautpaar unsanft zu wecken. Passiert ist nix, wir haben dem Paar gratuliert und sind wieder abgezogen“, erzählt Ammann. Am Vormittag und Nachmittag standen technische Einsätze nach Unfällen auf der Fernpassstraße am Programm und kurz vor Mitternacht wurde die Mannschaft nochmal zu einer Personenbergung in Lechaschau alarmiert.

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Besondere Ausreißer weist die Einsatzstatistik für 2018 keine aus. „Aber eines fällt schon auf“, meint Ammann und fügt hinzu: „Die Planseestraße wird immer mehr zum Hotspot. Die Unfälle dort – egal ob mit Motorrädern oder Autos – haben merklich zugenommen.“ (fasi)