Letztes Update am Sa, 19.01.2019 18:45

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mexiko

Mehr als 60 Tote nach Pipeline-Brand in Mexiko

In der Nähe der Pipeline hätten sich zum Zeitpunkt der Explosion mehrere Hundert Menschen befunden. An der Leitung in der Stadt Tlahuelilpan hatte sich demnach zuvor ein Leck gebildet, Anrainer wollten das Benzin in Eimern oder Kanistern mitnehmen.

Soldaten in der Nähe der Explosionsstelle.

© AFP/SECRETARIA DE DEFENSA NACIONSoldaten in der Nähe der Explosionsstelle.



Mexiko-Stadt – Die Zahl der Todesopfer nach einer Explosion an einer Benzinleitung in Mexiko ist auf 66 gestiegen. Mindestens 76 Verletzte wurden in Spitälern behandelt, wie der Gouverneur des Bundesstaats Hidalgo, Omar Fayad, am Samstag bei einer Pressekonferenz mitteilte. Bei den Verletzten handle es sich um 73 Männer und drei Frauen. Viele von ihnen hätten schwere bis sehr schwere Verletzungen erlitten.

In der Nähe der Pipeline hätten sich zum Zeitpunkt der Explosion am Freitag mehrere Hundert Menschen befunden, berichteten lokale Medien. An der Leitung in der Stadt Tlahuelilpan hatte sich zuvor ein Leck gebildet, Anrainer näherten sich, um das Benzin in Kübeln oder Kanistern mitzunehmen.

Wie genau es zu der Explosion kam, war zunächst nicht klar. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie nach der Explosion Panik am Unfallort herrscht. Menschen laufen schreiend von der Treibstoffleitung weg. An der Pipeline schlagen Flammen in die Höhe.

Am Freitagnachmittag war nach Angaben des Fernsehsenders Milenio TV ein Leck an der Leitung gemeldet worden. Der staatliche Mineralölkonzern Pemex erklärte, es habe sich um einen illegalen Anzapf-Versuch an der Pipeline zwischen den Städten Tuxpan und Tula gehandelt.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Benzin-Diebstahl ist ein großes Problem in Mexiko. Nach Pemex-Angaben wurde im vergangenen Jahr alle 30 Minuten versucht, illegal eine der Pipelines anzuzapfen. Hidalgos Gouverneur rief nach dem Unfall die Bevölkerung auf, sich nicht am Benzin-Diebstahl zu beteiligen. Es sei lebensgefährlich, warnte Fayad auf Twitter. (APA/dpa)

Rettungskräfte mussten sich um Dutzende Verletzte kümmern, mindestens 20 Menschen kamen ums Leben.
Rettungskräfte mussten sich um Dutzende Verletzte kümmern, mindestens 20 Menschen kamen ums Leben.
- AFP