Letztes Update am So, 31.03.2019 22:25

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Drei Menschen sterben bei Absturz eines Kleinflugzeugs in Hessen

Die Trümmerteile auf einem Spargelfeld ließen Schlimmstes erahnen – nun ist es traurige Gewissheit: Beim Absturz eines Kleinflugzeugs kommen drei Menschen ums Leben. Auf dem Weg zum Unfallort wird zudem ein Streifenwagen in einen tödlichen Unfall verwickelt.

Flugzeugtrümmer auf einem Spargelfeld.

© dpaFlugzeugtrümmer auf einem Spargelfeld.



Erzhausen – Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Südhessen sind nach ersten Erkenntnissen der Polizei drei Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine stürzte am Sonntagnachmittag gegen 15.30 Uhr auf ein Spargelfeld in Erzhausen bei Darmstadt und brannte komplett aus, wie die Polizei am Abend mitteilte. Die Trümmer waren nach Angaben einer Sprecherin über einen Radius von bis zu 20 Metern verteilt. Die Absturzstelle ist nur wenige Kilometer vom Flugplatz Egelsbach entfernt, dort wollte die Unglücksmaschine landen. Auf dem Weg dort hin verunglückt dann ein Polizeiwagen – bei dem Unfall sterben zwei junge Menschen.

Die Untersuchungen zur Ursache des Flugzeugabsturzes laufen. In der sechssitzigen Maschine befanden sich neben dem Piloten noch zwei weitere Passagiere. Bei den Opfern handelt es sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei möglicherweise um russische Staatsangehörige. Sie seien aber noch nicht identifiziert.

Unfallstelle weiträumig abgesperrt

Nach Informationen der Deutschen Flugsicherung (DFS) handelte es sich bei der Unglücksmaschine um ein Flugzeug des Herstellers Epic. Die Maschine sei am Sonntagmittag von einem Flugplatz im französischen Cannes gestartet. Gegen 15.22 Uhr habe sich der Pilot bei der Deutschen Flugsicherung, die für den deutschen Luftraum zuständig ist, abgemeldet, um sich beim Tower des Airport Egelsbach anzumelden, sagte ein Sprecher. Zugleich sei der Pilot vom Instrumentenflug auf Sichtflug übergegangen, was ein übliches Verfahren sei. Zum Zeitpunkt des Unglücks sei die Maschine nicht mehr unter Kontrolle der Deutschen Flugsicherung gewesen.

Die Unfallstelle wurde weiträumig abgesperrt. Neben den Beamten der Kriminalpolizei wurde wie in solchen Fällen üblich auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in die Ermittlungen zur Unfallursache eingebunden. Außerdem eilten zahlreiche Kräfte von Polizei und Rettungsorganisationen der umliegenden Gemeinden zur Absturzstelle. Die Bergungsarbeiten wurden einer Polizeisprecherin zufolge auch dadurch erschwert, dass beim Absturz und den Löscharbeiten Schadstoffe freigesetzt wurden. Deshalb hätten sich die Rettungskräfte teils nur sehr vorsichtig bewegen können.

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Frontalzusammenstoß mit Polizeistreife

Nur wenige Kilometer entfernt von der Absturzstelle kamen bei einem frontalen Zusammenstoß zwischen einem Einsatzwagen der Polizei und einem weiteren Auto zwei Menschen ums Leben. Wie ein Sprecher der Polizei in Offenbach am Sonntag sagte, wurden die drei Insassen des Streifenwagens schwer verletzt. Die beiden Insassen in dem Wagen des mutmaßlichen Unfallverursachers starben noch am Unfallort, es handelte sich der Polizei zufolge um einen 24-jährigen Mann und eine 22 Jahre alte Frau.

Einsatzkräfte am Unglücksort
Einsatzkräfte am Unglücksort
- dpa

Die Polizeibeamten, zwei Männer und eine Frau, seien nach ersten Erkenntnissen mit Blaulicht unterwegs zu der Absturzstelle des Flugzeuges gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Zwei der Schwerverletzten wurden per Hubschrauber in eine Klinik gebracht, ein Opfer mit dem Krankenwagen. (APA/dpa)


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