Letztes Update am Fr, 19.04.2019 09:31

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bub schwer verletzt

Vater rettet auf australischer Insel Kleinkind aus Maul eines Dingos

Der 14 Monate alte Bub wurde durch den Angriff schwer verletzt. Mehrere Wildhunde waren nachts in den Wohnwagen der Familie eingedrungen und hatten das schlafende Kind ins Freie gezerrt.

Ein Dingo-Jungtier in Australien. (Symbolfoto)

© AFPEin Dingo-Jungtier in Australien. (Symbolfoto)



Sydney – Auf der australischen Insel Fraser Island hat ein campender Vater seinen 14 Monate alten Sohn offenbar im letzten Moment aus dem Maul eines Dingos befreit. Mehrere Wildhunde waren nachts in den Wohnwagen der Familie des Buben eingedrungen und hatten ihn von seinen schlafenden Eltern weggezerrt, wie örtliche Medien am Freitag berichteten.

Demnach wachte der Vater erst vom Schreien des Kindes auf, als sich einer der Dingos bereits mit seinem Sohn in die Büsche schlagen wollte. Der Mann sei sofort nach draußen gerannt, habe das Kind befreit und die Tiere weggescheucht, schilderte ein Rettungssanitäter dem Sender ABC zufolge. Anschließend konnte der Vater einen Notruf absetzen, obwohl die Familie in einem abgelegenen Teil der Insel campiert hatte und das Handynetz schlecht war. Der schwer verletzte Bub wurde per Hubschrauber in den Küstenort Hervey Bay gebracht und von dort in eine Kinderklinik nach Brisbane geflogen. Er erlitt einen Schädelbruch und Fleischwunden am Kopf und Nacken.

Dritter Vorfall dieser Art auf Fraser Island

Australischen Medien zufolge war es der dritte Vorfall dieser Art auf Fraser Island binnen kurzer Zeit. Im Jänner war dort ein sechsjähriger Bub von Dingos angefallen und schwer verletzt worden, als er eine Sanddüne hinaufrennen wollte. Im Februar fügte eine Meute der in Australien heimischen Wildhunde einem Neunjährigen und dessen Mutter Bisswunden zu. (APA/dpa)