Letztes Update am Di, 28.05.2019 07:13

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nepal

Elfter Toter in dieser Saison am Mount Everest

In jeder Saison versuchen Hunderte Bergsteiger, den Gipfel des Mount Everest zu erklimmen. Es starben mittlerweile mehr Menschen als in der letztjährigen Saison.

Auf den Mount Everest bilden sich lange Schlangen.

© @nimsdai Project PossibleAuf den Mount Everest bilden sich lange Schlangen.



Kathmandu – Am höchsten Berg der Welt ist erneut ein Bergsteiger ums Leben gekommen. Den Tod des 62-jährigen US-Amerikaners während des Abstiegs vom 8848 Meter hohen Mount Everest gab seine Familie in den USA bekannt, wie die Zeitung Denver Post am Montag (Ortszeit) berichtete. Damit sind in dieser Saison am Mount Everest bereits elf Bergsteiger gestorben.

Weitere zehn verloren ihre Leben am Lhotse, dem Annapurna und anderen 8000er-Bergen im Himalaya, wie die Zeitung The Himalayan Times unter Berufung auf nepalesische Regierungsbeamte kürzlich berichtete. In der Klettersaison 2018 waren fünf Menschen am Mount Everest ums Leben gekommen.

Wartezeiten in gefährlicher Höhe

In jeder Saison versuchen Hunderte Bergsteiger, den Gipfel des Mount Everest zu erklimmen. Meist beschränken sich die Gelegenheiten, bei denen die Wetterbedingungen günstig genug für einen Gipfelsturm sind, zwischen Mitte und Ende Mai auf zwei bis drei Wochen pro Saison. Vergangene Woche hatte sich ein solches „Wetter-Fenster“ geöffnet. Es bildete sich eine regelrechte Warteschlange, um die letzten Meter zur Spitze nehmen zu können. Beobachter sagen, manche der diesjährigen Todesfälle könnten mit diesem Andrang zusammenhängen. Dadurch sei es zu langen Wartezeiten auf gesundheitlich gefährlicher Höhe gekommen.

Für die Genehmigung zum Aufstieg zahlen ausländische Bergsteiger umgerechnet rund 9000 Euro. Der Himalaya-Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Nepal. (APA/dpa)