Letztes Update am Fr, 31.05.2019 07:49

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ecuador

Sechs Tote bei Auseinandersetzungen in Haftanstalt in Ecuador

Bei Zusammenstössen zwischen rivalisierenden Banden sind in einem Gefängnis in Ecuador mindestens sechs Häftlinge ums Leben gekommen. Im Laufe dieses Jahres wurden bereits 16 Häftlinge getötet. Die Regierung hatte vor zwei Wochen den Notstand in den überfüllten Gefängnissen ausgerufen.

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Guayaquil – Mindestens sechs Häftlinge sind in einem Gefängnis in Ecuador bei Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Banden getötet worden. Weitere 14 Insassen wurden am Donnerstag in der Haftanstalt in Guayaquil verletzt, wie die Zeitung La Hora berichtete.

Fünf der Opfer kamen bei einer Schießerei zwischen den Häftlingen ums Leben, das sechste wurde verbrannt, wie der Leiter der Haftanstalt Penitenciaría del Litoral, Alfredo Muñoz, sagte.

Außerhalb des Gefängnisses kam es anschließend zu Zusammenstößen zwischen Angehörigen der Häftlinge und Sicherheitskräften. Rund 500 Polizisten gewannen dann die Kontrolle über das Gefängnis zurück. Vier mutmaßliche Täter wurden identifiziert. Es seien eine Feuerwaffe und mehrere Stichwaffen beschlagnahmt worden, erklärte der führende Offizier der Sicherheitskräfte.

Überfüllte Gefängnisse

Am Montag waren aus derselben Haftanstalt drei Insassen geflüchtet. Eine Woche vorher wurden dort zwei Häftlinge bei einem Streit getötet.

Die Regierung von Präsident Lenin Moreno hatte vor zwei Wochen den Notstand in den überfüllten Gefängnissen ausgerufen. In Ecuador befinden sich nach offiziellen Angaben über 38.500 Menschen in Haft. Die Gefängnisse sind aber nur für knapp 28.000 Insassen ausgelegt. Im Laufe dieses Jahres wurden bereits 16 Häftlinge in ecuadorianischen Haftanstalten getötet. (APA/dpa)




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