Letztes Update am Mo, 03.06.2019 12:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Kitzbühel

Nächtliche Großbrände in Going: Ermittler tappen noch im Dunklen

Alle Hände voll zu tun hatten die Feuerwehren aus sieben Dörfern in der Nacht auf Sonntag in Going. Beinahe zeitgleich wurden ein Bauernhaus und ein nur ein paar Hundert Meter entfernt stehender Stadel Opfer der Flammen. Die Brandursache gibt noch Rätsel auf.

Bei Tageslicht war das gesamte Ausmaß des Feuers sichtbar.

© ZOOM.TirolBei Tageslicht war das gesamte Ausmaß des Feuers sichtbar.



Going am Wilden Kaiser – Zwei nächtliche Großbrände in Going beschäftigen aktuell die örtlichen Feuerwehren, Brandermittler und auch das Landeskriminalamt (LKA). Ein Bauernhaus und ein Stadel, die nur etwa ein Kilometer Luftlinie trennt, brannten in der Nacht auf Sonntag kurz nacheinander lichterloh. Über die Brandursache herrscht noch Rätselraten. Die Ermittlungen an Ort und Stelle werden am Montag fortgesetzt.

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Weder Mensch noch Tier kamen bei den Großbränden zu Schaden.
Weder Mensch noch Tier kamen bei den Großbränden zu Schaden.
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Um 1.25 Uhr war bei der Feuerwehr Going der erste Alarm eingegangen. Der Rauchmelder hatte den etwa 60 Jahre alten Bewohner des Bauernhauses aus dem Schlaf gerissen – er konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Als die Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen in der Hauseinfahrt im Aschauerweg eintraf, meldeten Augenzeugen prompt den Brand eines leer stehenden Stadels („Koasastadl“), der als Jausenstation genutzt wird.

Mehr als fünf Stunden waren die Löschkräfte im Einsatz.
Mehr als fünf Stunden waren die Löschkräfte im Einsatz.
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Neue Erkenntnisse am Montag

Die Einsatzkräfte forderten rasch Verstärkung aus den Nachbardörfern an. So kämpften rund 200 Feuerwehrleute stundenlang gegen die Flammen. Erst um 7 Uhr morgens konnte dann „Brand aus“ gegeben werden, wie der Goinger Feuerwehrkommandant Gerhard Wallner der Tiroler Tageszeitung Online mitteilte.

Der Stadel brannte komplett aus.
Der Stadel brannte komplett aus.
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Der Stall brannte zur Gänze nieder, Tiere hielten sich darin glücklicherweise nicht auf. Auch das angebaute Wohnhaus wurde schwer beschädigt. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass die Flammen auf ein nahe gelegenes Appartementhaus übergriffen, sodass dieses mit einem leichten Schaden davonkam. Opfer der Flammen wurde hingegen der Stadel. Die Polizei geht von einem enormen Sachschaden aus, genau beziffert werden kann dieser aber noch nicht. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Das Landeskriminalamt hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Die Ursache für den Brand ist bis dato noch völlig unklar. Zwar sei es laut Wallner „sehr ungewöhnlich“, dass zwei Objekte zur gleichen Zeit unweit voneinander brennen, derzeit wisse man aber noch nichts. Die Ermittler setzen am Montag vor Ort ihre Arbeit fort. (TT.com)

Vom hinteren Teil des Hauses blieb nur noch ein Gerippe über.
Vom hinteren Teil des Hauses blieb nur noch ein Gerippe über.
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