Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.06.2019


Exklusiv

Dreiste Zaungäste: Unfall-Gaffer glotzen Blut und Blaulicht an

Schaulustigen, die bei Unfällen die Rettungskräfte behindern, drohen seit einem Jahr Geldstrafen. In Tirol wurde noch keine verhängt, in Bayern wurde ein Polizist neulich laut.

Die deutsche Polizei schützt Unfallopfer mittlerweile mit speziellen Sichtschutzplanen vor aufdringlichen Gaffern.

© dpa-ZentralbildDie deutsche Polizei schützt Unfallopfer mittlerweile mit speziellen Sichtschutzplanen vor aufdringlichen Gaffern.



Von Beate Troger

Innsbruck – Es knallt. Ein Unfall. Blaulicht. Blut. Trümmer. Verletzte. Und oft sind noch vor den Rettungskräften die unerwünschten Zaungäste an Ort und Stelle, die Gaffer. Offensichtlich gefesselt von Leid und Schmerz anderer verharren sie, glotzen, starren, blockieren Straßen, zücken Handys und halten die unschönen Szenen auf Fotos oder Videos fest. Zuletzt gingen Schaulustige im baden-württembergischen Pforzheim so weit, dass sie die Tür eines Rettungswagens öffneten, um den Verletzten aus der Nähe zu sehen. Doch der Mann war schon tot.

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