Letztes Update am Di, 11.06.2019 05:59

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Imst

Aufatmen nach großem Sucheinsatz bei Ötztaler Ache: Kind wohlbehalten zurück

Wasserretter, Polizei und Feuerwehr suchten am Montagnachmittag fieberhaft nach einem vermissten Buben im Ötztal: Er war mit der Familie entlang der Ötztaler Ache unterwegs, als er plötzlich verschwand. Nach zwei Stunden kehrte er unversehrt zurück.

Die Einsatzkräfte schwärmten aus, um nach dem vermissten Kind zu suchen.

© Zeitungsfoto.atDie Einsatzkräfte schwärmten aus, um nach dem vermissten Kind zu suchen.



Huben – Bange Stunden durchlebten am Montag die Angehörigen eines Zwölfjährigen aus Innsbruck. Bei einem Radausflug entlang der Ötztaler Ache war er plötzlich verschwunden. Der Vater schlug Alarm. Er schloss nicht aus, dass sein Sohn in den reißenden Fluss gestürzt sei. Kurze Zeit später dann die Erleichterung: Der Bub tauchte beim Auto der Familie unverletzt wieder auf.

Die einheimische Familie – Vater, Tochter und Sohn – war für einen Radausflug von Innsbruck ins Ötztal gefahren und hatte in Ötztal Bahnhof geparkt. Es war kurz vor 13 Uhr bei Huben im Gemeindegebiet von Längenfeld, als vom zwölf Jahre alten Spross jede Spur fehlte. Der 44 Jahre alte Vater setzte sofort einen Notruf ab, als er den Bub aus den Augen verloren hatte. Die Feuerwehren aus Huben, Längenfeld, Umhausen, Tumpen und Ötz, die Wasserrettungen aus Innsbruck und Landeck sowie der Polizeihubschrauber Libelle und fünf Polizeistreifen rückten an. Mehrere Dutzend Frauen und Männer suchten den Nahbereich der Stelle, an welcher der Vater seinen Sohn zuletzt gesehen hatte, ab. Auch der Flusslauf bis zur Einmündung in den Inn wurde überprüft. Gegen 15 Uhr hieß es dann für alle Beteiligten aufatmen. Der Bub wurde beim Fahrzeug der Familie, das etwa 30 Kilometer entfernt stand, von einer Polizeistreife angetroffen. Er war unverletzt.

So wie viele andere Flüsse im Land auch führt die Ötztaler Ache derzeit massiv Schmelzwasser mit sich. Der Wasserpegel der Ache betrug gestern 2,35 Meter, was die Suchaktion noch um einiges erschwerte. (bfk, rena)