Letztes Update am Di, 18.06.2019 07:58

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Indien

Zaubertrick endet für indischen Entfesselungskünstler tödlich

Gefesselt mit Stahlkette und Seil hatte sich der selbst ernannte Zauberer am Sonntag im Ganges versenken lassen, um sich aus eigener Kraft zu befreien. Doch der Trick im Stile des legendären Entfesselungskünstlers Harry Houdini schlug fehl.

Jadugar Mandrake ließ sich am Sonntag vor den Augen seiner Angehörigen, von Forografen und Polizisten, in den Ganges hinab. Er wollte sich unter Wasser von den Fesseln befreien - doch dann tauchte er nicht mehr auf.

© AFPJadugar Mandrake ließ sich am Sonntag vor den Augen seiner Angehörigen, von Forografen und Polizisten, in den Ganges hinab. Er wollte sich unter Wasser von den Fesseln befreien - doch dann tauchte er nicht mehr auf.



Kalkutta – Ein indischer Magier hat sein spektakuläres Entfesselung-Experiment in einem Fluss mit dem Leben bezahlt. Nach mehrstündiger Suche konnten ihn Rettungskräfte am Montag nur noch tot aus dem trüben Wasser des Hooghly-Flusses in Kalkutta ziehen, wie die Zeitung Times of India berichtete. Gefesselt mit Stahlkette und Seil hatte sich der selbst ernannte Zauberer im Wasser versenken lassen, um sich aus eigener Kraft zu befreien. Doch der Trick im Stile des legendären Entfesselungskünstlers Harry Houdini schlug fehl - und eine stundenlange Suchaktion samt Tauchern blieb erfolglos.

Zahlreiche Zuschauer hatten sich am Sonntag (Ortszeit) am Ufer des Flusses versammelt, als der Magier mit gefesselten Armen und Beinen in der Strömung verschwand und nicht mehr auftauchte. Dem Bericht nach scheint der 41-Jährige mit dem Künstlernamen Mandrake seinen Tod selbst verschuldet zu haben: Ersten Ermittlungen zufolge hatte er keine angemessenen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und die Behörden weder über den Ablauf seines Kunststücks noch einen möglichen Plan B informiert.

Chanchal Lahiri, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, hatte sich Medienberichten zufolge schon 2013 bei einem ähnlichen Trick in einem Käfig im Fluss versenken lassen. Damals sei er von verärgerten Zuschauern angegriffen worden. Sie hätten ihm vorgeworfen, der Käfig sei mit einer falschen Tür ausgestattet gewesen. (dpa)